Sie mögen unterschiedlich heißen: Pfingstbären, Fischemeier, Maibraut oder Pfingstsänger. Der Name ist aber auch nicht so wichtig. Vielmehr geht es darum, dass es den Teilnehmern Freude bereitet und die Bräuche am Leben erhalten werden.

Altmark l In ländlichen Gebieten wie der Altmark werden Traditionen noch geehrt. So verhält es sich auch mit den Bräuchen zu Pfingsten. Von Böckwitz über Jahrstedt, Neuferchau, Kusey, Trippigleben bis hin nach Schwiesau waren am Sonntag oder Montag Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene auf den Beinen, um, beispiesweise angeführt von der Maibraut, singend von Haus zu Haus zu ziehen, Geschenke zu sammeln und gemeinsam Spaß zu haben.

Eingebürgert hat sich aber scheinbar auch die Freinacht, in der angeblich alles erlaubt ist. Da wird mancher Schabernack getrieben, wie in Neuferchau, wo am Sonntagmorgen ein Tor auf der Straße stand.

Wohl schon seit mehr als 100 Jahren, so erzählte Erik Benecke, gibt es die Pfingstbären in Schwiesau. In diese Rolle schlüpften in diesem Jahr Michael Allenstein, Ayk Pieper und Stefan Herrmann. Mit dabei sind auch "Mutter" und "Vater" sowie ein maskiertes Gefolge, das bei den Einwohnern mit einem plattdeutschen Spruch um Eier und Speck bittet. Außerdem werden Autofahrer um etwas Kleingeld "erleichtert".

   

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