Altensalzwedel (wmo). Das Altreifenlager bei Altensalzwedel ist der Gemeinde seit langem ein Ärgernis, vor allem aus Brandschutzgründen. Jetzt scheint Bewegung in das Ringen um eine Entsorgung der aufgetürmten Reifen zu kommen. Wie Bürgermeister Harald Josten im Rat bekanntgab, haben sich Vertreter des Landesverwaltungsamtes sowie Brand- und Katastrophenschutzexperten des Landes vor Ort ein Bild von der Situation gemacht. "Die Halden wurden aufgemessen, um eine konkrete Tonnage für den eventuellen Abtransport vorliegen zu haben", erklärte Josten. Dennoch warnte er vor der Illusion, die Reifen könnten schnell und in einem Rutsch verschwinden. "Dafür dürfte das Geld fehlen", vermutet der Ortschef.

Die Gemeinde sei um Zuarbeit gebeten worden und habe auf das Brandrisiko, das durch die Anlage besteht, hingewiesen. "Und das aufgrund des konkreten Brandgeschehens vor Ort", betonte Josten. Die Einsatzberichte der Wehrleiter soll das Landesverwaltungsamt jetzt auf den Tisch bekommen.

Geplant ist, dass die Reifen nach und nach geschreddert und abtransportiert werden. Der Anfang soll mit der Halle, die rechts hinter der Wohnbebauung steht, gemacht werden. Dass dies rasch passiert, davon geht der Bürgermeister nicht aus. "Groß sind die Hoffnungen nicht, aber wir müssen am Ball bleiben", meinte Josten.

Der Gemeinde sei geraten worden, das Thema auf die politische Ebene zu heben. Dazu habe es Gespräche mit Umwelt-Staatssekretär Jürgen Stadelmann (CDU) gegeben, der sich bereit erklärt habe, sich für das Anliegen der Gemeinde einzusetzen. Eigentlich sollte der Salzwedeler auch zur Ratssitzung erscheinen, sagte aber kurzfristig wegen einer anderen Veranstaltung ab, die nur fünf Meter weiter in einem Nebenraum des Winterfelder Wiesenecks stattfand. "Er will sich aber hinter die Sache klemmen und uns über die Ergebnisse seiner Bemühungen informieren", erklärte Harald Josten.

"Wahlversprechen nicht eingehalten"

Ratsmitglied Detlef Jürges war das zu wenig. Er erinnerte daran, dass Stadelmann bereits vor der letzten Landtagswahl versprochen habe, sich für eine Beräumung des Altreifenlagers einzusetzen. "Jetzt sind fünf Jahre vergangen und nichts hat sich getan", schimpfte Jürges. Der Saalfelder betonte, dass das Lager ein absolutes Sicherheitsrisiko darstelle und es dort in der Vergangenheit bereits etliche Brände gegeben habe.