Mädchen und Jungen aus der Klötzer Kindertagesstätte Spatzennest waren zu Gast bei der Feuerwehr und hatten jede Menge Fragen an Gerätewart Bernd Gille.

Klötze. "Wie wird man Feuerwehrmann?" "Gibt es auch Frauen in der Feuerwehr?" Warum heißt das Martinshorn?" "Wie viele Feuerwehrleute gibt es hier?" "Wo kommt denn beim Löschen das Wasser her?" "Können wir mal mit einem Feuerwehrauto fahren?" Fragen über Fragen. So viele, dass Bernd Gille fast Löcher in den Bauch bekam. Doch der Gerätewart der Klötzer Feuerwehr wusste, worauf er sich eingelassen hatte, als er jetzt eine Gruppe pfiffiger Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte Spatzennest im Feuerwehrhaus zu Besuch hatte.

"Wir beschäftigen uns gerade mit dem Thema Feuerwehr", erklärte Erzieherin Anke Bammel auch im Namen ihrer Kollegin Angela Linnow. Hatten an den Tagen zuvor schon Bücher und Geschichten wie zum Beispiel "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt" oder kleine Experimente mit Teelichtern im Mittelpunkt der Beschäftigung gestanden, war jetzt eine Visite bei der Klötzer Ortsfeuerwehr fällig. Beim Morgenkreis hatten sich die 22 Fünfjährigen viele Fragen überlegt, die sie von einem echten Feuerwehrmann beantwortet haben wollten.

Wie sich im Laufe des Vormittags herausstellte, war Bernd Gille ein kompetenter Gesprächspartner. Er erklärte, weshalb die Einsatzjacken so schwer sind, dass das "A" auf den Helmen Atemschutzgeräteträger bedeutet und vieles andere mehr. Die Zwillinge Tammo und Josh fanden besonders toll, dass der Feuerwehrmann auch ihren Papa kennt. "Der fährt Krankenwagen", hatten sie zuvor voller Stolz berichtet und waren dann wie all ihre Freunde voller Konzentration bei der Sache, als es zu den Fahrzeugen in die große Halle ging. In manchen Fahrzeugen durften sie Platz nehmen und sogar den Einsatzleitcontainer von innen inspizieren. Nur eine Bitte musste Gille den Kindern abschlagen: die Fahrt mit dem Feuerwehrauto. Die Begründung, dass darin ja keine Kindersitze seien, die die Mädchen und Jungen aber durchaus noch brauchen würden, hielt die Enttäuschung in Grenzen. Insgesamt betrachtet waren einige der Kinder von der Stippvisite so begeistert, dass sie dem Gerätewart versicherten, später selbst einmal Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann zu werden. "Wenn ihr zehn Jahre alt seid, seid ihr herzlich willkommen", gab ihnen Gille mit auf den Heimweg. Abgeschlossen ist das Projekt noch immer nicht ganz. Die Bilder, die die Kinder tags darauf zum Thema Feuerwehr mit Tusche und Pinsel aufs Papier brachten, zieren den Flur vor ihrem Gruppenraum und einige davon sollen demnächst der Feuerwehr geschenkt werden.

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