Die Theatergruppe Klötze ist in den vergangenen drei Jahren ihrem gesteckten Ziel, das kulturelle Leben der Stadt zu bereichern, voll gerecht geworden. So lautete die Kernaussage im Rechenschaftsbericht des Vereins während der Jahreshauptversammlung am Mittwoch in der Gaststätte Braunschweiger Hof. Neben der Bilanz und einem Ausblick auf 2011, stand auch die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung.

Klötze. Kay Knittel wird weiterhin als Vorsitzender die Geschicke des Vereins leiten. "Die Theatergruppe hat sich die Förderung der Interessen am modernen und klassischen Theater sowie an Bühnenstücken, Tanz und Gesang zur Aufgabe gestellt", erinnerte Annemarie Rummelfanger, zweite Vorsitzende, im Rechenschaftsbericht des Vorstandes. Dazu fanden regelmäßige Proben statt, eine Exkursion mit dem Oebisfelder Chor nach Magdeburg, Arbeiten am Vereinsheim und nicht zuletzt drei erfolgreiche Theateraufführungen im Altmarksaal.

Mit dem Stück "Ein genial verrückter Coup" hat die Theatergruppe 2010 zum dritten Mal den Geschmack des Publikums getroffen. Über 1000 Besucher in drei Vorstellungen seien ein eindeutiger Beweis dafür, sind die Laienschauspieler überzeugt.

Möglich wurden die erfolgreichen Aufführungen, weil die 13 Frauen und acht Männer des Vereins sich nicht nur wöchentlich zu den Proben trafen. Besonders vor den Aufführungen kümmerten sie sich um Kostüme, Kulissenbau, Ausstattung des Saales in Zusammenarbeit mit Saalwirtin Erika Kamieth, Beschaffung der Technik und Kartenverkauf. Dafür dankte die zweite Vorsitzende allen Mitglieder. Einen besonderen Dank richtete sie an zahlreiche Sponsoren, darunter Landrat und Schirmherr Michael Ziche und die Stadt Klötze.

Bei der Vorstandswahl entschieden sich die Mitglieder, dem Vorstand erneut ihr Vertrauen zu geben. Neu in das Gremium wurde Helmut Glaser gewählt. Er und Astrid Bumel sind Beisitzer im Vorstand. Kay Knittel ist weiterhin Vorsitzender, Annemarie Rummelfanger Stellvertreterin, Sybille Thiel Schriftführerin, Evelyn Vialon Kassiererin und André Balke Revisor.

Beim Ausblick auf Termine und Vorhaben in diesem Jahr stellte Kay Knittel die Sorge um die Vereinsräume im ehemaligen Polytechnischen Zentrum in den Mittelpunkt. Mit dem Ausbau des Kindergartens Zinnbergzwerge zu einer integrativen Kindertagesstätte ist der Abriss des Domizils der Theatergruppe vorprogrammiert. "Wir brauchen dringend Räume für die Probenarbeit sowie zum Aufbewahren von Kostümen, Requisiten und Kulissen", erklärte er. Gegenwärtig ist Knittel bemüht, Räume im historischen Teil des Polizeigebäudes zu bekommen. Dazu stehe er in Verbindung mit der Immobilienverwaltung des Landes sowie der Stadtverwaltung. "Im ehemaligen Gerichtsgebäude sind genügend Räume vorhanden. Und mehr. Ein Haus der Vereine könnte die Lösung sein, um das Domizil auch finanzieren zu können", erklärte Knittel. Er werde auf alle Fälle am Ball bleiben, sicherte der Vorsitzende zu. Mit dem Umzug in das Gerichtsgebäude könnte die Theatergruppe auch ihr Repertoire erweitern. Vorschläge gingen in Richtung Sketch- abende und andere Aufführungen vor kleinerem Publikumskreis. Gegenwärtig konzentriert sich die Theatergruppe aber auf die nächsten Aufführungen mit der Premiere am 14. Oktober. Bei der Auswahl des Stückes ist die Entscheidung gefallen. Zurzeit laufen die ersten Proben im Braunschweiger Hof, bis das Wetter eine Nutzung der Vereinsräume neben der Kita wieder zulässt. Bei den Proben will der Verein auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Ein Theaterpädagoge des Theaters der Altmark Stendal soll Ratschläge geben. Auch ist der Besuch eines Kurses der Kreisvolkshochschule vorgesehen. "Und wir würden uns über weitere Mitglieder, die Interesse am Theater auf und hinter der Bühne haben, sehr freuen", sagte Kay Knittel fest.