Oebisfelde-Weferlingen (gri). Während der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses im Oebisfelder Burgverbinder wurde die Frage diskutiert, ob der Gemeinde Everingen, die zur Stadt Oebisfelde-Weferlingen zwangseingemeindet worden war, wie allen anderen Gemeinden auch fünf Euro pro Einwohner für kulturelle Zwecke zur Verfügung gestellt werden sollen. Aufgrund der Einwohnerzahl wären das etwa 950 Euro, so Bürgermeisterin Silke Wolf. "Jetzt stellt sich die Frage, Ja oder Nein?", sagte sie. Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass Zahlungen an Everingen nicht Bestandteil des Gebietsänderungsvertrages seien und sich der Ort "bis zum Schluss per Klage" gegen die Eingemeindung gewehrt habe. Da sei es seltsam, jetzt die Hand aufzuhalten. Gleichbehandlung, so Wolf, sei ein feiner Zug, aber "wie sollen wir das gegenüber den Orten vertreten, die noch nicht mal einen Sitz im Stadtrat haben?" Den habe Everingen nach der Zwangszuweisung bekommen, und sei schon deshalb bessergestellt. Auch Dr. Bernd Schuster konnte der Argumentation ebenso wie Heide Schüler folgen, kein Geld an Everingen zu zahlen. Das sah auch Hans-Werner Kraul so. Zuerst müssten diejenigen bedacht werden, die auch in schwierigen Zeiten zur Einheitsgemeinde gestanden hätten. Martin Hermann sagte: "Ich bin sehr enttäuscht von der Landesregierung, das Thema ist für mich noch nicht durch. Everingen müssen wir nun anders behandeln, so sehr ich die Everinger schätze."