Oebisfelde (jpi). Die Mitglieder des Vorstandes des Kleingartenvereins Oebisfelde haben im Kampf gegen den sogenannten Kriechstrom während ihrer Sitzung am Freitagabend eine erste Entscheidung getroffen. Die Stromzähler auf den einzelnen Parzellen sollen während der in wenigen Wochen beginnenden Energieablesung überprüft werden. Sind die Zähler älter als 15 Jahre, müssen diese, so der Vorstandsbeschluss, durch neu geeichte Zähler ersetzt werden. Ausschlaggebend ist dabei ein gelber Aufkleber rechts neben dem Zählerfeld. Auf ihm ist eine zweistellige Jahreszahl vermerkt. Das Jahr, in dem der Zähler geeicht wurde.

Kauf und Einbau der Zähler ist ausschließlich über eine autorisierte Elektrofirma zu realisieren. Die Gesamtkosten pro Zählerwechsel belaufen sich laut Kostenvoranschlag eines Oebisfelder Elektrounternehmens auf 110 Euro. Zu zahlen hat sie der jeweilige Parzellenbesitzer.

Abgeschlossen werden soll die Wechselaktion möglichst bis zum 31. Oktober dieses Jahres. Wer den Zähler nach Vorgabe des Vorstandes gewechselt hat, meldet sich bitte anschließend mit den Nachweispapieren, zum Beispiel der Kopie der Rechnung der Elektrofirma, bei Vereinschef Peter Schmidt oder Kassenwart Günther Kurfels. Kontaktiert werden können auch die anderen Vorstandsmitglieder.

Parzelleninhaber, die den Zähler nicht wechseln wollen oder nicht geeichte einbauen, sollen von den Energienetzen der beiden Kleingartenanlagen abgeklemmt werden. Darauf haben sich die Vorstandsmitglieder nach ausgiebiger Diskussion einstimmig geeinigt.

Problem ist vernachlässigt worden

"In jedem Haushalt wechselt der Energieversorger regelmäßig und grundsätzlich nach 15 Jahren die Zähler aus und ersetzt sie durch neu geeichte. In unserem Verein haben wir das vernachlässigt. Sicherlich wird durch den Zählerwechsel das Problem Kriechstrom nicht beseitigt, doch wir haben erst einmal einen Ausgangspunkt", erklärte Vereinsvorsitzender Peter Schmidt.

Hintergrund des beschlossenen Zählerwechsels war aber nicht nur der Kriechstrom. Vorstandsmitglieder haben auch Kunde von "seltsamen" Stromzählern in Lauben von Kleingärtnern erhalten. Dazu Kassenwart Günther Kurfels: "Es soll Zähler geben, die sich rückwärts drehen oder so alt sind, dass es schon nicht mehr wahr ist."