Einmal im Jahr säubern die Jübarer ihren Dorfteich, der zugleich als Löschwasserreservoir für die Feuerwehr dient. Am Dienstag war die Beteiligung an der Aktion so groß, dass die Arbeit besonders schnell von der Hand ging.

Jübar. Mit so einer guten Beteiligung beim alljährlichen Arbeitseinsatz am Jübarer Dorfteich hatte auch Gemeindearbeiter Kurt Ziebell nicht gerechnet. "Es sind mehr Leute gekommen, als wir erwartet haben", meinte er am Dienstagabend mit Blick auf die zahlreichen fleißigen Helfer, die das Gewässer von Unrat reinigten. Schnell wurde Verpflegung nachorganisiert, die die Gemeinde für die Freiwilligen spendierte.

Schon den ganzen Tag über wurde das Wasser des Dorfteiches, das ein Jahr nach der letzten Säuberung einer schmutzigen Brühe glich, Liter für Liter abgepumpt. Am Abend konnten dann die ersten Helfer mit Gummistiefeln und Wathosen in das Becken steigen. Mit Käschern und anderem Gerät holten sie Schlamm, Laub und Äste der rund um den Teich stehenden Weidenbäume heraus.

Neben den Gemeindearbeitern beteiligten sich auch die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr sowie Mitglieder des Angelvereins "Hartauspring" an dem Einsatz. Letztere hatten ein besonderes Augenmerk auf die im Teich schwimmenden Fische. Die mussten rechtzeitig eingefangen werden, bevor der letzte Tropfen Wasser abgepumpt war. Neben einigen Goldfischen und kleineren Kiementieren holten die Angler auch einen besonders großen Karpfen heraus. Die Fische bekamen ein vorläufiges Asyl in großen Wasserbottichen, bevor sie später wieder in den frisch gefüllten Dorfteich zurück durften.

Für das Abpumpen des Wassers stand ein Tankwagen der Jübarer Agrargenossenschaft zur Verfügung. Zehn Kubikmeter konnten mit einer Fuhre weggeschafft werden. Jede neue Ankunft des Gefährts wurde freudig begrüßt, bis kein Zentimeter des schmutzigen Nass mehr im Becken stand. Jetzt war die Feuerwehr an der Reihe, mit einem Schlauch den Beckenboden und die feldsteingemauerten Seitenwände abzuspritzen und von Moos und anderen Pflanzenresten zu säubern.

"Es ist eine tolle Sache, dass alle mit anpacken und Verantwortung übernehmen. So läuft das bei uns in Jübar schon seit Jahren", freute sich Bürgermeister Carsten Borchert über das Engagement seiner Einwohner. Sein besonderer Dank galt der Feuerwehr des Ortes, die von der Gemeinde zuvor mit einem kompletten Satz neuer Besen ausgestattet wurde. Als der Teich vollständig gesäubert war und Stück für Stück wieder mit Wasser gefüllt wurde, hatten sich die Helfer das Feierabendbier und eine Stärkung vom Grill redlich verdient. Bis zum nächsten Jahr haben die Fische im Dorfteich nun wieder Ruhe.

 

Bilder