Hötensleben l Einmal im Monat öffnet der Flohmarkt im Hötensleber katholischen Pfarrhaus in der Schulstraße seine Türen. Dann warten Pfarrer Manfred Rumler oder seine Helferinnen und Helfer auf Leute, die Lust zum Stöbern haben und das eine oder andere Stück aus dem mehrere tausend Teile umfassenden Flohmarktangebot zu einem kleinen Preis erwerben.

"Das geht nun schon seit 2000 so", erinnert sich Franziska Donat, pastorale Mitarbeiterin in der Pfarrei. "Wir haben immer an einem Sonnabend von 14 bis 16 Uhr geöffnet." So mal wieder voriges Wochenende, und Franziska Donat hatte kurz nach der Eröffnung "Bedenken, ob es sich heute lohnen würde". Aber sie wurde eines Besseren belehrt, denn es fanden doch einige Interessierte den Weg in die reich bestückten Räume, die sich mit ihren langen Tischen und Regalen fast wie ein Landwarenhaus präsentieren. "Vor Weihnachten und im Herbst machen die Leute bei ihren Spaziergängen gerne einen Abstecher hierher", sagt Donat, "im Januar ist das meistens nicht so."

Man muss Zeit mitbringen um das Sammelsurium zu sichten. Brauchbares aus dem Haushalt, zu schade zum Wegwerfen, Tonträger, Bilder und Bücher, Videokassetten oder alte Schreibmaschinen reihen sich hier aneinander, unzählige Truckmodelle suchen ihren Sammler.

Der Erlös aus den Flohmarktverkäufen kommt Menschen zugute, die von einer unheilbaren Krankheit schlimm betroffen sind. Es waren einst Leprakranke in Afrika, jetzt geht das Geld an Leprageplagte in Indien, denen Pfarrer Manfred Rumler auf diese Weise schon seit Jahren hilft. Die Einkünfte an einem Markttag würden meistens zwischen 100und 150Euro liegen, weiß Franziska Donat. Das ist nicht sehr viel, aber trotzdem hilfreich.

Bilder