Auch wenn der Neuwegersleber Feuerwehr der Nachwuchs fehlt, zeichnet sich besonders die aktive Abteilung durch ihre hohe Einsatzbereitschaft aus. Der Ortswehrleiter konnte eine positive Bilanz für 2013 ziehen.

Neuwegersleben l Viermal mussten die Neuwegersleber Kameraden im vergangenen Jahr zum Einsatz ausrücken. Ein Grund für Ortswehrleiter Detlef Maryniak, bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung allen Mitgliedern für ihre ehrenamtliche Einsatzbereitschaft zu danken. "Besonderes Engagement haben einige Mitglieder beim Hochwassereinsatz in Wolmirstedt im Juni letzten Jahres gezeigt", lobte er dabei besonders.

Die aktive Gruppe im vergangenen Jahr bestand aus 20 Mitgliedern, die bei zahlreichen Schulungs- und Weiterbildungsterminen sowie ständiger Bereitschaft für den Ortsteil ihren Mann oder ihre Frau standen. So freute sich Detlef Maryniak ganz besonders, dass zwei Kameraden die Prüfung zum Atemschutzgeräteträger absolvieren konnten. "Drei weitere Kameraden schafften die Ausbildung zum Truppmann 2", berichtete er und kündigte weitere Lehrgänge für das Jahr 2014 an.

Zur Technik, Ausrüstung sowie Dienstbekleidung innerhalb der Wehr äußerte sich Maryniak zufrieden, zeigte aber auch einige Mankos auf. Die Beschaffung der fehlenden Teile sei jedoch unproblematisch. "Die Baumaßnahmen am Gerätehaus haben sich ausgezahlt", erklärte Maryniak, denn Wärmedämmung und ein neues Tor zur Fahrzeughalle haben schon jetzt zu erheblichen Energieeinsparungen geführt.

Auf kulturellem Gebiet stand die Feuerwehr Neuwegersleben ebenfalls im aktiven Einsatz. Zahlreiche Veranstaltungshöhepunkte wie beispielsweise die traditionelle Grünkohlwanderung, die Sicherstellung und Beteiligung an Umzügen in der Gemeinde Am Großen Bruch, Blutspendeaktionen sowie die Beteiligung an Wettkämpfen, an gemeinsamen Festlichkeiten mit anderen Vereinen und dem Neuwegersleber Weihnachtsmarkt forderten von den Kameraden zwölf zusätzliche Termine.

Der Ortswehrleiter bedauerte das Fehlen von Nachwuchs für die Feuerwehr. Der Verbandsgemeindewehrleiter Christian Marquardt merkte in dem Zusammenhang an: "Ich könnte mir eine gemeinsame Gruppe mit Kindern und Jugendlichen aus den Ortsteilen Hamersleben, Gunsleben und Neuwegersleben vorstellen."

Auch wenn der Nachwuchs fehlt, so musste Albert Busse aus Altersgründen nach 48 Jahren aus der aktiven Gruppe in die Ehren- und Altersabteilung verabschiedet werden. Er wird ein großes Loch in den Reihen der Aktiven hinterlassen, zumal er nun als Gruppenführer nicht mehr einsetzbar ist. Dennoch sicherte er zu, auch weiterhin für die Neuwegersleber Feuerwehr da zu sein und auch zukünftig zu helfen, wo er kann.

"Ich war schon immer gern Kamerad der Feuerwehr, um anderen zu helfen", sagte Albert Busse, der sich noch genau an seine Ausbildung in der damaligen DDR erinnert. Auch die Einsätze bei den Hochwasserkatastrophen 1994 in Hordorf und 2002 im Großen Bruch sind ihm ebenso wie die Gründung der Neuwegersleber Jugendfeuerwehr mit 22 Kindern im Jahr 1995 noch gut in Erinnerung.

Ein besonderer Höhepunkt seiner Laufbahn als Feuerwehrmann war aber auch die Wahl zum Wehrleiter im Jahr 1992. Das Amt des Wehrleiters übte er 13 Jahre aus. So fand unter seiner Leitung beispielsweise auch die Festveranstaltung zum 120-jährigen Bestehen der Feuerwehr Neuwegersleben im Jahr 2001 statt. Außerdem denkt er gern an den Baubeginn für den Gerätehausanbau zurück.