Langenweddingen l Wie viele andere nicht mehr genutzte Bahnhöfe auch, bietet der Langenweddinger Bahnhof ein trauriges Bild. Ein Schandfleck ist wohl eher die bessere Bezeichnung und die passt erst recht, seit Jugendliche vor Monaten dort randaliert haben. Bretter und Pappe, die bis zu dieser Zeit Eingänge und Fenster versperrten, sind teilweise entfernt worden. Jeder, der es wünscht, und damit auch Kinder, könnten in das Gebäude gelangen. Eine gefährliche Spielwiese, wie der Blick ins Innere zeigt: ein Meer von Scherben.

In der Ortschaftsratssitzung hatte vor einigen Tagen der Langenweddinger Ingo Kerner auf den Zustand des Bahnhofsgebäudes aufmerksam gemacht und gefordert, dass es gesichert werden müsse. In diesem Zusammenhang berichtete Ortsbürgermeisterin Jutta Spurek vom besagten Vorfall mit den randalierenden Jugendlichen, der bereits mehrere Wochen zurückliegt.

Die Volksstimme hakte unterdessen bei der Pressestelle der Deutschen Bahn in Leipzig nach. Erst in diesen Tagen kam die Antwort. Darin wurde mitgeteilt, dass die Sicherung des Bahnhofsgebäudes vor wenigen Tagen vorgenommen worden sei. Eine Spezialfirma sollte nun noch eine zusätzliche Sicherung anbringen, damit das Aufbrechen nicht mehr möglich ist, so die Deutsche Bahn.

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