Zahlreiche über die Leader-Fördertöpfe unterstützte Projekte, die der Allgemeinheit zugutekommen, stehen für den Erfolg der Lokalen Aktionsgruppe "Bördeland". Auch in der Stadt Wanzleben - Börde. Jetzt soll der Weg für die nächste Förderphase geebnet werden. Erste Projektideen werden gesucht.

StadtWanzleben-Börde l Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Bördeland, die in den Gemeinden Stadt Wanzleben - Börde, Sülzetal und Bördeland (Salzlandkreis) agiert, kann in der bisherigen Leader-Förderphase, die 2013 endete, auf viele umgesetzte Projekte verweisen.

Ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit, das über die LAG unterstützt wurde, ist die Rötger-Stube in Klein Germersleben. Der örtliche Heimatverein und die Kirchengemeinde haben mit dem Projekt einen "verborgenen Schatz" entlang der Straße der Romanik in die Öffentlichkeit gerückt. Gotthilf Sebastian Rötger, der als Schulreformer und Probst bekannt wurde, hat 1749 in Klein Germersleben das Licht der Welt erblickt. Dort, wo der "Erfinder des Zensurensystems" seine Kindheit verbrachte, wird nun wieder an ihn erinnert. In den Rötger-Stuben werden Dokumente und Dinge gezeigt, die unmittelbar mit dem Leben des großen Sohnes von Klein Germersleben verbunden sind.

Eines der letzten Projekte, das in der Leader-Förderphase auf den Weg gebracht wurde, ist die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Dreileben. Derzeitig laufen hier die Bauarbeiten, die unter anderem die Trockenlegung, Wärmedämmung, die Fassadengestaltung und die Erneuerung von Fenstern und Türen beinhalten. Ziel ist es, das ortsbildprägende Gebäude mit dem Schriftzug "Deutsches Haus" in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Das Nutzungskonzept hat der Fördermittelgeber akzeptiert. Demnach soll das Dorfgemeinschaftshaus als Ort des kulturellen Austausches künftig stärker belebt werden. Örtliche Vereine und auch der Ortschaftsrat nutzen die Räumlichkeiten. Teile des Gebäudes werden gewerblich genutzt.

Neue Förderphase läuft erst langsam an

Unterdessen hoffen die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe, allen voran die Bürgermeisterin der Stadt Wanzleben - Börde, Petra Hort (Die Linke), als Vorsitzende, dass derartige Projekte auch in Zukunft gefördert werden. Die Interessenbekundung der LAG "Bördeland", auch in der Förderphase von 2014 bis 2020 an das Bewährte der vergangenen Jahre anzuknüpfen, ist verfasst. Erste inhaltliche Dinge sind bekannt. Allerdings ist absehbar, das die Förderphase erst langsam anläuft. Wie Petra Hort feststellt, gibt es derzeit zu wenig konkrete Angaben zu der weiteren Verfahrensweise mit dem Leader-Förderprogramm.

Jüngst wurde im Rahmen einer Leader-Konferenz ein Wettbewerb gestartet. In diesem Wettbewerb muss jede teilnehmende Lokale Aktionsgruppe ein Leader-Konzept erstellen, in dem die Pläne bis 2020 verdeutlicht werden. So wird auch die LAG "Bördeland" eine sozialökonomische Analyse und geplante Handlungsfelder in Worte fassen. Gesucht werden aber ebenso schon erste Ideen für neue Projekte, die mit Hilfe der Förderung umgesetzt werden könnten. Und da sind alle gefragt. Wer eine Idee für ein derartiges Projekt hat, kann sich an die Vorsitzende der LAG, Petra Hort, wenden. Sie ist im Rathaus der Stadt Wanzleben - Börde erreichbar.

LAG "Bördeland" wird sich nicht verändern

"Die Region der Lokalen Aktionsgruppe `Bördeland` wird sich nicht verändern", weist Petra Hort hin. Es sei aber möglich, dass durch neue Partner inhaltlich neue Schwerpunkte gesetzt werden. Das Land Sachsen-Anhalt habe jetzt die Strukturfonds ELER und EFRE neu für Leader geöffnet. Das bedeute, dass zukünftig auch Vorhaben zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleinerer und mittlerer Unternehmen, Bildungsmaßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und Aktionen zur sozialen Eingliederung gefördert werden können.

Jedoch wird erst im Sommer des kommenden Jahres mit der Bestätigung der Konzepte gerechnet. Erst danach wird das Budget, das für die Förderung zur Verfügung steht, zugewiesen, so dass Maßnahmen wohl erst ab 2016 umgesetzt werden können.