Die Gröninger Stefanie Laue und Jürgen Pracz haben mehrere Fassaden des Großalsleber Frei- bades mit lustigen Figuren gestaltet. Dafür gab es jetzt ein offizielles Dankeschön von den Träger-Kommunen Gröningen und Kroppenstedt sowie von der Verbandsgemeinde Westliche Börde.

Großalsleben l Das Großalsleber Freibad zu verfehlen, ist nun nicht mehr möglich. Denn auf der Fassade des Eingangs- gebäudes werden die Besucher schon weithin sichtbar von einem lustigen Wasserfrosch angelacht. An dessen Seite hängt ein genauso lustig anzusehender Schwimmschüler an der Angel des Bademeisters. Und über all dem strahlt nicht nur die Sonne, sondern steht zudem in bunten Lettern geschrieben: "Freibad".

Genauso bunt geht es auf dem Freibadgelände weiter. Auch hier tummeln sich jetzt unter anderem lustige Figuren auf bisher eher drögen weißen Wänden. Ein Riesenküken mit Sonnenschirm beispielsweise oder auch ein Taucher, der mit seiner Badebekleidung in den 1920er Jahren am Berliner Wannsee nicht aufgefallen wäre. Und auch hier hat sich ein weiterer Frosch unters Cartoon-Volk gemischt.

Der Schwimmmeister war sofort begeistert

Die "Eltern" all dieser Figuren sind Stefanie Laue und Jürgen Pracz. Die beiden Künstler sind an zahlreichen Juni-Tagen mit Palette und Pinsel aus Gröningen nach Großalsleben gekommen, um hier Farbe ins Spiel zu bringen. "Nach einer ersten intensiven Freibadbesichtigung hat Stefanie zu Hause die Figuren erfunden und Skizzen angefertigt, die wir dann hier umgesetzt haben", sagt Jürgen Pracz und seine Lebenspartnerin fügt hinzu: "Ich habe mich bei den Motiven von der Umgebung inspirieren lassen, was Spaß gemacht hat."

Spaß hatten zudem die Be- sucher des Freibades, den beiden Zeichnern über die Schulter zu schauen. Wie auch Schwimmmeister Lucas Veckenstedt schon nach den ersten Pinselstrichen "sehr begeistert" war, wie er sagt.

Eine Begeisterung, die Verbandsgemeindebürgermeisterin Ines Becker, Kroppenstedts Bürgermeister Joachim Willamowski und Gröningens stellvertretende Bürgermeisterin Vera Jander teilen. Die nun alle- samt ins Großalsleber Freibad gekommen waren, um sich bei Stefanie Laue und Jürgen Pracz zu bedanken, eine kleine Aufwandsentschädigung zu übergeben und ihnen einschließlich ihrer Kinder Justus Walter (18 Monate) und Niklas Willi (6 Jahre) bis zum Saisonende freien Freibad-Eintritt zuzusichern.

Aus Krankheitsgründen gefehlt hat bei diesem Dankeschön-Treffen jedoch mit Gröningens Bürgermeisterin Renate Hillebrand die eigentliche Initiatorin der ganzen Geschichte. "Frau Hillebrand hatte uns angesprochen und unser Interesse für dieses Projekt geweckt", so Stefanie Laue und Jürgen Pracz.

 

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