Eilsleben l Bis zum geschichtsträchtigen Herzen der Weimarer Klassik drangen die Klassenstufen vor. Die Projektgruppe "Weimar - Stadt der Gegensätze" begab sich vor Ort auf die Spuren von Goethe, Schiller und Herder und drehte einen kleinen Film in der thüringischen Kulturerbestätte. "In historischen Kostümen, die uns der Ummendorfer Theaterverein dankenswerterweise ausgeliehen hat, stellten die Schüler Szenen nach und paarten diese mit aktuellen Momentaufnahmen, um Weimar als Stadt der Gegensätze zwischen Klassik und Moderne darzustellen", berichtet Schulleiterin Christiane Karl.

Die themenbezogene Projektwoche war Teil des Schulkonzepts "Produkt- und prozessorientiertes Lernen" und hatte noch weitere interessante Feldstudien zu bieten, in die sämtliche Klassen und Lehrer involviert waren. "Die Schüler hatten die freie Wahl, sich für ein ihren Interessen entsprechendes Thema zu entscheiden", erklärt Karl. "Das alles wurde bereits im Februar, also noch im vorigen Schuljahr, auf den Weg gebracht und durch Lehrerfachgruppen ausgeschrieben", so die Schulleiterin.

Die Projektgruppe "Wasser" ging der Funktionsweise einer Talsperre auf den Grund. Die Stauanlage Wendefurth im Harz war dafür eine geeignete Anlaufstelle und Informationsquelle. Die "Soko Wald" dagegen widmete sich dem Gebiet der Holzverarbeitung, um anschließend selbst ein Produkt aus dem nachwachsenden Rohstoff herzustellen. Kunstinteressierte Schüler gestalteten die Schulflure mit Graffiti-Tafeln aus.

Jüngere deutsche Geschichte wiederum spielte in der Themen-AG "25 Jahre Mauerfall - Stationen einer Flucht" die Hauptrolle. Sie suchte historische Schauplätze und Gedenkstätten auf, an der ehemaligen Grenzübergangsstelle Marienborn etwa die Zoll- und Passkontrolle. Die Bundesstelle für Stasiunterlagen in Magdeburg gab den Jugendlichen Einblick in die Lagerung ihrer Akten und führte ihnen via Film die Bespitzelung der DDR-Bürger vor Augen. "Wertvolle Unterstützung bei diesem wie auch beim Weimarer Projekt erhielten wir von der Bundeszentrale für Politische Bildung", sagt Christiane Karl, "das hat uns bei der Umsetzung wirklich sehr geholfen."

Gleiches gelte für die Partner der AG "Berufswahl". "Dabei ging es in erster Linie um erfolgsorientiertes Bewerben, zunächst mit der theoretischen Vermittlung von Auftreten und Verhalten bei einem Bewerbungsgespräch, dann mit praktischem Training in Form eines fiktiven Einstellungstests im Autohaus Eilsleben und in der Sparkasse.

"Die gesamte Schülerschaft hat mit großem Eifer an diesen Projekten gearbeitet, wir können stolz darauf sein", lobt Karl in ihrem Fazit.

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