Oschersleben l Die Straßenmeisterei Oschersleben, verantwortlich für 157 Kilometer Bundes- und 166 Kilometer Landesstraßen sowie die dazugehörigen Radwege, hat aktuell 800 Tonnen Salz gebunkert. "Außerdem sind zwei Behälter mit insgesamt 60 Kubikmeter Sole befüllt", erklärte der Sprecher des zuständigen Verkehrsministeriums, Peter Mennicke.

"Wir können mit dem ersten Schneefall sofort mit Räumungsarbeiten beginnen. Unser Salzlager ist aufgefüllt."
Sachgebietsleiter Fred Häbecke

Mit dem ersten Schneefall sowie einsetzender Glätte würden ein Lkw sowie zwei Streumaschinen der Marke Unimog ab 3 Uhr morgens unterwegs sein. Zusätzlich könnten acht Fahrzeuge von Fremddienstleistern eingebunden werden. "Insgesamt sind zwölf Straßenwärter der Oschersleber Mei-sterei für den Winterdienst abgestellt", erklärte der Sprecher weiter.

"Wir können mit dem ersten Schneefall sofort mit Räumungsarbeiten beginnen. Unser Salzlager ist aufgefüllt", sagte auch der zuständige Sachgebietsleiter im städtischen Bauhof, Fred Häbecke. Seinen Worten zufolge sind aktuel rund 350 Tonnen Salz eingelagert. "Das Streumittel ist in ausreichender Menge vorhanden", versicherte der Fachmann und fügte hinzu: "Ich hoffe, dass wir der Umwelt zuliebe nicht die gesamte Menge verbrauchen müssen. Bis zu acht Tonnen täglich sind allerdings möglich." Sollte der Winter jedoch wieder ein sehr harter werden, könne zeitnah nachgeordert werden.

"Für das Streuen selbst steht uns modernste Technik zur Verfügung", sagte Häbecke weiter. Sie ermögliche es, die auszubringende Menge auf 10 bis 15 Gramm pro Quadratmeter zu dosieren. Sobald das frostige Winterwetter beginnt, würden die rund 96 Kilometer langen Routen im Stadtgebiet und den Ortschaften in der Woche ab 5 Uhr und am Wochenende ab 6 Uhr von Schnee und Eis befreit. "Am Wochenende fangen wir eine Stunde später an, um die Anwohner möglichst nicht zu stören", hob Häbecke hervor. Die höchste Priorität hätten Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Einkaufsmöglichkeiten sowie Bushaltestellen, Fußgängerüberwege und Brücken. Diese würden also immer zuerst beräumt.

Im vergangenen Winter, beginnend mit dem Jahrensanfang 2013 und endend mit dem Frühjahr 2014, sind laut Steffen Czerwienski, dem Leiter des Oschersleber Baubetriebsamtes, an insgesamt 1020 Stunden mit Technik geräumt und gestreut worden. 870 Stunden wurde per Hand geschoben. "Dabei sind 130 Tonnen Salz verbraucht worden", erklärte Czerwienski und versprach: "Während des harten Winters vor zwei Jahren gehörte Oschersleben nicht zu den Kommunen, die mit Salzmangel zu kämpfen hatten. Unser Vorrat war immer groß genug. So wird das auch in diesem Winter so sein."

Neben den 96 Straßenkilometern ist die Stadt auch für einen Großteil an Fuß- und Radwegen zuständig. Den fünf Einsatzkräften stünden ein großer Lkw, sieben Mulitcars sowie ein Kleintraktor zur Verfügung.