Ein Lehrpfad für Streuobstwiesen soll in Schwaneberg angelegt werden. Der Landschaftspflegeverband "Grüne Umwelt" mit Sitz im Sülzetal hat dieses Projekt ins Leben gerufen.

Schwaneberg l "Durch die Pflege und Nutzung der Streuobstwiese bestehen ideale Lebensbedingungen, so dass bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten auf Streuobstwiesen vorkommen können", heißt es in der Projektbeschreibung für den Lehrpfad "Streubostwiese Schwaneberg". Die Verantwortung dafür trägt der Landschaftspflegeverband "Grüne Umwelt" aus Schwaneberg.

In Schwaneberg in der Einheitsgemeinde Sülzetal gibt es zwei Streuobstwiesen, die vom Landschaftspflegeverband "Grüne Umwelt" betreut und gepflegt werden. Der Lehrpfad "Streuobstwiese Schwaneberg" am ehemaligen Bahnhof soll mit zwei Aufstellern und jeweils zwei Tafeln, auf denen die ökologische Bedeutung und der Lebensraum Streuobstwiese dokumentiert wird, errichtet werden. Das Projekt des Lehrpfades "Streuobstwiese Schwaneberg" soll nach den Vorstellungen der Initiatoren zur positiven Bewusstseinsentwicklung der Kinder für die Natur beitragen.

"Die freie, eigenständige Position des Landschaftspflegeververbandes verbunden mit vielfältigen Kontakten zu Landwirten, Naturschutzverbänden und Einrichtungen im `grünen Bereich` ist eine optimale Grundlage für kindliche und schulische Projekte, die ihrerseits wiederum einen Konsens mit den Interessen des Verbandes bilden", sagt Peter Sauer, geschäftsführender Vorstand des Landschaftspflegeverbandes "Grüne Umwelt" Schwaneberg.

Zudem habe der Landschaftspflegeverband das Ziel, Kindern und Schülern aus der Einheitsgemeinde Sülzetal über unterrichtsbezogene oder andere Projekte die Umwelt näher zu bringen, um die Identifikation mit "ihrem Dorf" zu erhöhen.

Bezogen auf die beiden Streuobstwiesen in Schwaneberg teilt der Landschaftspflegeverband weiterhin mit, dass das vielfältige Nahrungsangebot das Vorkommen vieler Insektenarten wie Käfern, Schmetterlingen, Bienen und Hummeln ermögliche. Bis hin zu Brutvögeln, Fledermäusen und Siebenschläfern. Für Vögel böten die Bäume auf einer Streuobstwiese Nistplätze sowie Jagd- und Singwarten. Entscheidend sei die Vielfalt unterschiedlicher Lebensräume in einer Streuobstwiese. Die Hochstämme mit ihren verschiedenen Bereichen, abgestorbene Äste und Bäume mit Höhlen, bis hin zur Grünlandvegetation unter den Bäumen gehörten dazu. So könne sich auf den Schwaneberger Streuobstwiesen im Sülzetal eine Vielzahl voneinander abhängiger Lebensgemeinschaften in mehreren Etagen bilden.

Bilder