Entsteht auf dem Gelände des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums ein neues Mensa-Gebäude? Mit Verweis auf die kritikwürdigen Bedingungen in einem beengten Speiseraum, der aktuell lediglich 75 Schülern zeitgleich das Einnehmen der Mittags-Mahlzeit ermöglicht, machen sich Schüler, Lehrer und Eltern für den Neubau stark.

Osterburg l Gestern schauten sich die Kreisschulausschuss-Vorsitzende Edith Braun (SPD) und der Erste Beigeordnete des Landkreises, Denis Gruber, die Gegebenheiten vor Ort an. Schulleiterin Elke Hein und der Kreis- sowie Schulelternratsvorsitzende Carsten Dobberkau schilderten, dass aktuell lediglich 160 bis 180 und damit nur 26 Prozent aller Schüler an der Mittagsversorgung teilnehmen.

Kritikwürdige Situation verschärft sich weiter

Selbst diese eher geringe Zahl könne in dem beengten Raum nur in mehreren Durchgängen versorgt werden. Und für das kommende Unterrichtsjahr kündigt sich bereits jetzt eine weitere Verschärfung der ohnehin schon kritikwürdigen Situation an. Dann werden 76 Mädchen und Jungen mehr als im aktuellen Schuljahr am Gymnasium unterrichtet. Die Zahl der Essenteilnehmer dürfte somit auf geschätzte 210 Schüler steigen, sagte Elke Hein.

Gemeinsam mit dem Elternratsvorsitzenden und Schülersprecherin Pauline Dobberkau warb sie für einen rund 220 Quadratmeter großen Neubau, der am Standort des Hochbeetes am südlichen Rand des Schul-Grundstückes errichtet werden könnte. Nach einer Kostenschätzung aus dem Vorjahr müsste der Landkreis rund 322000 Euro investieren. Braun und Gruber erkannten dem Vorhaben eine sehr hohe Priorität zu und kündigten an, es im Kreisschulausschuss am kommenden Dienstag zum Thema zu machen. Gruber verwies in der Gesprächsrunde aber auch darauf, dass der Landkreis bei einer Umsetzung des Vorhabens auf Fördergelder angewiesen ist. "Ohne diese Unterstützung geht es nicht."

Überlegungen des Osterburger Bürgermeisters Nico Schulz, die am Großen Markt gelegene Musik-Markthalle zur Mensa für das Gymnasium umzubauen, bewertete der Erste Beigeordnete gestern noch nicht. Er wolle sich erst ein eigenes Bild von dem Objekt verschaffen. Dazu gebe es im März einen Termin mit dem Osterburger Bürgermeister, sagte Gruber. Edith Braun stellte sich dagegen klar hinter den Vorschlag des Gymnasiums. Sie sprach sich für den Neubau auf dem Grundstück der Bildungsstätte aus. Dieses Gebäude könnte dann nicht nur für das Einnehmen der Mittagsmahlzeit zur Verfügung stehen. Sondern möglicherweise auch als Aufenthaltsraum oder für das Schreiben von Klausuren dienen. Auch für den gegenwärtigen Speiseraum gibt es schon Pläne, wie er zukünftig genutzt werden könnte. Er würde der Schulverwaltung zugeschlagen und somit deren räumliche Bedingungen verbessern, informierte Elke Hein gestern.