Am 30. Januar stimmte der Osterburger Stadtrat für die Neugestaltung des Hilliges-Platzes. Ob die Einheitsgemeinde das 270000 Euro teure Projekt in Angriff nimmt, hängt nun nur noch von Fördermitteln ab. Klaus Klang, Staatssekretär im Landes-Verkehrsministerium, machte gestern schon mal Hoffnung.

Osterburg l Klang war auf Einladung von Bürgermeister Nico Schulz in Osterburg, um sich selbst vom sanierungsbedürftigen Zustand des Hilliges-Platzes zu überzeugen. Das häufig auch als Osterburger "Filetstück" bezeichnete und vor der Stadtpassage liegende Areal soll neu gestaltet werden und zudem eine dezente Begrünung erhalten. 270000 Euro stehen als Kosten für den Umbau im Raum, ein Drittel dieser Summe will die Kommune selbst aufbringen. Die übrigen 180000 Euro erhofft sich Osterburg als finanzielle Unterstützung aus dem Stadtumbau Ost-Förderprogramm. Eine durchaus berechtigte Hoffnung, signalisierte Klang gestern. Denn die Prüfung des Förderantrages im Verkehrsministerium habe gezeigt, dass sich die Neugestaltung des Hilliges-Platzes sehr gut in das Stadtumbau-Programm einfüge.

Noch keine definitive Zusage

Eine klare Förderzusage konnte der Staatsekretär aber noch nicht geben. Klang begründete dies mit Umstrukturierungen in Bundesministerien. In Berlin sei nun nicht mehr das Verkehrs-, sondern das von Barbara Hendricks geführte Bau- und Umweltministerium für Stadtumbau Ost zuständig. Dies habe zur Folge, dass derzeit noch nicht geklärt sei, wie viele Mittel aus diesem Programm Sachsen-Anhalt in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Die Kenntnis darüber sei aber Voraussetzung dafür, dass das Osterburger Projekt bewilligt werden könne oder eventuell auch grünes Licht für einen vorzeitigen Maßnahmebeginn erhalte.

Befürchtungen, dass der Umzug des Programms in ein neues Ministerium zu seinem Aus führen könne, hegt der Staatssekretär nicht. Hendricks habe bereits bekräftigt, dass die Stadtumbau Ost-Förderung auf hohem Niveau fortgesetzt werden soll, begründete Klang.

Bei dem Vor-Ort-Termin auf dem Hilliges-Platz, an dem auch Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose, Bauausschusschef Matthias Lenz, Siegfried Bartels aus dem städtischen Bauamt und Planer Guido Cierpinski teilnahmen, stellte Nico Schulz das am Projekt kurz vor. Anschließend führte der Einheitsgemeinde-Bürgermeister den Staatssekretär durch die angrenzende Stadtpassage. Für das Wohn- und Geschäftshaus kündigen sich ebenfalls Veränderungen an. Die Drogeriekette Rossmann will mit ihrer Osterburger Niederlassung in die Stadtpassage einziehen, zudem ist für das Gebäude eine neue Gaststätte im Gespräch.