Der Neujahrsempfang der Stadt ging am Freitagabend im Rathaus am Kleinen Markt über die Bühne. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur waren bei dem längst zur Tradition avancierten Empfang dabei.

Osterburg. Hartmuth Raden zeigte sich über die große Resonanz auf die Einladung zum Neujahrsempfang erfreut. "Das drückt doch ihr Interesse an Kommunalpolitik aus", machte der Bürgermeister gegenüber den zahlreichen Gästen deutlich. "Ich hoffe, dass sie vom Fest der Liebe, der Familie und des Friedens etwas ins neue Jahr mitnehmen." Raden erinnerte an die Ereignisse in 2010. Das Jahr sei von Terroranschlägen, der Euro-Krise und Naturkatastrophen geprägt worden. Die These, die Wirtschaftskrise sei beendet, könne er allerdings nicht bestätigen: "Denn das diese Krise beendet ist, gilt auf jeden Fall nicht für die kommunale Ebene." Die Finanznot der Gemeinden lasse nur geringen Spielraum. Allein der Anstieg der Geburtenrate sei positiv zu bemerken – und die Renaissance des Helfens. Der Wunsch nach Sicherheit sei noch größer geworden. "Ich danke allen ehrenamtlich Tätigen und allen Mitarbeitern der Stadt für ihren Elan, ihre Kreativität und ihr Engagement", fuhr Raden fort. Außerdem wurden in Osterburg mehrere Bauvorhaben begonnen oder bereits abgeschlossen: Das Backsteingebäude in der Burgstraße, die einstige Stadtschule, werde saniert, damit die Gymnasiasten das Haus als musisch-künstlerisches Zentrum nutzen können. Die einstige Turnhalle in der Grundschule Hainstraße wurde 2010 in ein großes Klassenzimmer umgebaut. Für den in diesem Jahr geplanten Ausbau des ländliches Weges zwischen Uchtenhagen und Calberwisch stünden Fördergelder bereit. Zudem seien die Erneuerung des Radweges an der Stendaler Chaussee und der Ausbau des ländlichen Weg zwischen Krumke und Zedau Bauvorhaben für 2011. Aus Mitteln des Konjunkturpaketes II soll darüber hinaus ein behindertengerechter Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus in Walsleben geschaffen werden. In Osterburg wird der Kreisverkehr auf der Kreuzung Bismarker/Ballerstedter Straße/Werderstraße das Großprojekt. Als kulturellen Höhepunkt sieht der Bürgermeister den 18. Sparkassencup vom 7. bis 10. Juli.

Bezirksschornsteinfeger Christian Dähre fungierte beim Empfang als Glücksbringer. Dähre räumte jedoch mit einem Vorurteil auf. Rußgeschwärzt komme er schon lange nicht mehr nach Hause, obwohl der Trend in Richtung Kamin geht. Der Ruf als Glückbringer bleibe ihm aber nichtsdestotrotz erhalten. Wie er wünschte auch der katholische Pfarrer Richard Perner den Gästen alles Gute für 2011.

Hartmuth Raden nutzte den Empfang auch dazu, einen neuen Verein vorzustellen: den Förderverein Buchholzorgel der St. Nicolaikirche. Raden fungiert als Vorsitzender, Kantor Friedemann Lessing ist 2. Vorsitzender, "weil es wichtig ist, sich um ein gutes Denkmal zu kümmern", sagte er, "das schafft die Kirche nicht allein. Hören sie selbst!" Fördervereinsmitglied Wulf Ziegenbein führte daraufhin einen Clip vor, der einen Eindruck der Klangfarbe des Instrumentes gab. "Wenn sie ein Herz für Orgel und Musik haben, unterstützen sie uns", sprach Lessing die Zuhörer an.

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