Werben (apu) l Ein hochwertiges Konzert erlebten am Freitagabend zahlreiche Musikfreunde in Werben. In der Johanniskirche gastierte das international besetzte Blechbläserquintett "Classic Brass" mit dem Programm "5 x virtuos".

Pfarrer Jan Foit begrüßte das Publikum und gab seiner Freude Ausdruck, solch ein anspruchsvolles Konzert anbieten zu können. Gegründet wurde des Ensemble "Classic Brass" 2009 von dem Trompeter Jürgen Gröblehner, der Ende der 80er Jahre aus Dresden in den Westen ging. Er begrüßte die Zuhörer und stellte das Programm vor, das sich aus Bearbeitungen von Werken populärer und weniger bekannter Komponisten zusammensetzte.

Los ging es mit der bekannten Suite Nr. 2 in D-Dur aus der "Feuerwerksmusik" von Georg Friedrich Händel - ein wahrlich festlicher Auftakt, der auch den Zuschauern sichtlich gefiel. Kaum weniger melodisch und festlich ging es anschließend beim ersten Teil des "Concerto D-Dur" von Telemann zu. Wie schon zuvor, bewiesen die fünf Musiker auch dabei wieder ihre Klasse mit außerordentlicher Virtuosität und perfektem Zusammenwirken. Noch weiter zurück in der Zeit ging es im Kapitel 3. Classic Brass spielte eine Auswahl von Renaissance-Tänzen aus der Feder des englischen Komponistesn Giles Franaby (1560 bis 1640). Mit "Bist Du bei mir, geh ich mit Freuden" folgte ein geläufiges Stück von Johann Sebastian Bach. Begeistert nahmen die Zuhörer immer wieder zwischendurch die solistischen Darbeitungen der Künstler auf. Mit der bedächtig beginnenden und dann in festliche Stimmung kippenden "Sonata Saint Mark" des italienischen Meistes Tomaso Albinoni verabschiedete sich das Quintett in die Pause.

Italienisch begann auch die zweite Runde. Es erklang "Largo al Factotum" von Gioachino Rossini. Für Gänsehaut sorgte sicher bei manchem Zuhörer der bekannte "Kanon" von Johann Pachelbel - ein weiteres Stück, in dem die Akteure die Kunst der Dynamik und des meisterhaften Zusammenspiels zelebrierten. Nicht weniger gefiel dem Publikum das "Konzert in Es-Dur" von Johann Baptist Neruda. Abschließend widmete sich das Quintett der Moderne - mit Werken von Marvin Hamlisch und Karl Jenkins.

Der kräftige und lang anhaltenden Applaus des Publikums zahlte sich aus. "Classic Brass" gab eine Zugabe und spielte danach "Dona Nobis Pacem" als Kanon, gesanglich begleitet vom Publikum und dirigiert von Jürgen Gröblehner.

Bilder