Osterburg (nim) l "Leider kein Engelwetter heute", blickte Stadtwehrleiter Sven Engel am Mittwoch stirnrunzelnd in den wolkenverhangenen Himmel. Trotz des Dauerregens fiel der Tag der offenen Tür der Osterburger Brandbekämpfer aber nicht ins Wasser - auch die Stimmung unter den Kameraden konnte der Niederschlag nicht auf Dauer verhageln. Pragmatisch kümmerten sie sich eher darum, das Gros der Unterhaltungs- und Informationsangebote unter das Dach ihres geräumigen Stützpunktes zu verlagern. Lediglich der Fuhrpark, schwere Landwirtschaftstechnik und nicht zuletzt eine zu Wasserspielen einladende Kübelspritze verblieben im Freien. "Und auf das eigentlich angedachte Kistenstapeln haben wir aus Sicherheitsgründen gänzlich verzichtet", sagte Sven Engel. Das sei aber letzten Endes auch die einzige Attraktion, die dem Wetter zum Opfer fiel, stellte der Stadtwehrleiter klar.

Während der Vorplatz des Gerätehauses gestern also eher leer blieb, herrschte im Gebäude selbst reges Leben. Kindergärten und Schulen aus der Einheitsgemeinde waren mit zahlreichen Mädchen und Jungen vor Ort. Die schauten sich am Stand der Polizei oder im Rettungswagen der Johanniter-Unfallhilfe um, nahmen an Mal- und Bastelstraßen Platz, beobachteten Simulationen am vom Peter Ladebeck bedienten "Rauchhaus" der Kreis-Brandschutzhelfer oder tollten auf einer Hüpfburg herum. Die vielen Angebote für Kinder zeigten auf, dass die jüngsten Besucher wie schon in den Vorjahren im Mittelpunkt des Tages der offenen Tür standen, bestätigte Sven Engel. "Wir möchten Ationen wie diese dazu nutzen, um Kinder und Jugendliche für unsere ehrenamtliche Arbeit zu interessieren", fügte er hinzu. Engel lobte in diesem Zusammenhang die Bereitschaft seiner Brandbekämpfer, eigene Freizeit für die Nachwuchswerbung zu opfern. "Viele unserer Kameraden haben heute extra Urlaub genommen, um uns zu unterstützen!" Ein großes Dankeschön richtete der Stadtwehrleiter auch an die Polizei, die Johanniter-Unfallhilfe, das Technische Hilfswerk Wittenberge, das IB-Jugendfreizeitzentrum und nicht zuletzt den Förderverein der Osterburger Brandbekämpfer, die den Tag der offenen Tür mit eigenen Angeboten bereicherten oder den Kameraden helfend unter die Arme griffen.

 

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