Osterburg (nim) l Eine Ursache für die Verunreinigung der Biese (die Volksstimme berichtete) scheint sich bei Hagenau im Altmarkkreis Salzwedel zu finden. Dort wurde der Fluss mit Gülle von umliegenden Flächen kontaminiert, ergaben Erkundigungen der Unteren Naturschutzbehörde des Salwedeler Landratsamtes. Die organischen Stoffe seien in Folge des Starkregens der vergangenen Tage eingeschwemmt worden, ihr Eintrag in die Biese wäre über einen Rohreinlass erfolgt. Der daraus resultierende Sauerstoffmangel im Fluss habe zudem zu dem Fischesterben geführt. Die Salzwedeler Behörde geht aber davon aus, dass die aktuell hohe Fließgeschwindigkeit des Flusses dafür sorgt, dass sich der Sauerstoffgehalt auf natürlichem Weg schnell wieder erhöht.

Klar dürfte aber auch sein, dass die Verschmutzung der Biese nicht nur vom Gülle-Eintrag bei Hagenau herrührt. Die Ursache scheint deutlich breitgefächerter. Darauf weist der Zustand der Unteren Milde zwischen Mehrin und Altmersleben hin. Und auch ein vor einer Woche bei Kalbe festgestellter weißer Fleckenteppich hin, der auf der Milde trieb. Bei letzterem soll es sich um Dünger handeln, der durch Starkregen von Feldern ins Wasser gespült wurde.

Welche Auswirkungen die Verunreinigungen für das Osterburger Biesebad haben, ist noch offen. Am Donnerstagabend sowie gestern entnahm das Gesundheitsamt des Landkreises im Biesebad zwei Wasserproben aus dem Fluss. Nach Angaben von Amts-Mitarbeiterin Renate Böhm würden die Proben jetzt untersucht, am Montag sollen die Ergebnisse im Gesundheitsamt vorliegen.

Rein von der Betrachtung her stellte Böhm keine großen Veränderungen zur Probe vom Montag fest. Das gewöhnlich klare Wasser der Biese sei leicht eingetrübt. Sonst wäre aber kein Unterschied zu der am Montag gezogenen Probe zu erkennen gewesen, sagte sie.