Osterburg (fsc) l 26 junge Plattschnacker der Altersgruppen dritte bis neunte Klasse stellten sich am Mittwoch dem Regionalwettbewerb innerhalb des 20. Vorlesewettbewerbs "Schülerinnen und Schüler lesen Platt" in der Landessportschule in Osterburg. Diese Jubiläumsveranstaltung war vom Landesheimatbund Sachsen-Anhalt und der an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ansässigen Arbeitsstelle Niederdeutsch organisiert worden, unterstützt vom Ostdeutschen Sparkassenverband und dem Land Sachsen-Anhalt. Wie in den Jahren zuvor waren junge Plattschnacker aus der Prignitz zur Teilnahme am altmärkischen Regionalwettbewerb eingeladen worden.

Zur Einstimmung trug die Osterburger Plattschnackerin und Jury-Mitglied Helga Albert ein Gedicht vor, natürlich "up Platt", mit dem sie die 20-jährige Tradition des Wettbewerbs würdigte. Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose bemerkte: "Es macht uns stolz, dass die Wahl zur Ausrichtung des Regionalwettbewerbs wieder auf Osterburg gefallen ist. Spannend finde ich, dass es schon Schülerinnen und Schüler aus dritten und vierten Klassen sind, die sich der niederdeutschen Sprache verschrieben haben."

Geleitet wurde die Veranstaltung von Dr. Saskia Luther vom Landesheimatbund. "Wir freuen uns, dass wir zum fünften Mal den Regionalwettbewerb in Osterburg durchführen", sagte die Philologin.

Sie, ihre Mitarbeiterin Martina Laue, Katrin Schöpe von der Uni Magdeburg, Norbert Lazay, Vorsitzender des Altmärkischen Heimatbundes, Helga Albert, Kirsten Körting von der Mundartgruppe "Martin Ehlis" aus Salzwedel und Pauline Bieri aus Pritzwalk, die im vergangenen Jahr noch selbst am Wettbewerb teilgenommen hatte, bildeten die Jury. Bewertet wurden unter anderem die Leseweise, Aussprache und textgestaltender Ausdruck.

Viele der vorgelesenen Geschichten waren ins Plattdeutsche übertragene Märchen und Sagen; andere beschäftigten sich mit Gegenwartsthemen und Überlieferungen aus dem Leben der Vorfahren. Sehr beliebt bei den Lesekindern waren auch Tiergeschichten. In der vorgelegten Broschüre, die den Lesestoff hergab, sind aus der Altmark besonders die Autoren Helga Albert und Bärbel Harmel aus Sandau vertreten. Aber auch Eva Brandt aus Oschersleben und Gisela Preckel aus Isernhagen fanden sich mit Geschichten wieder, wobei deren Texte dem hiesigen Platt angepasst wurden.

Alle Lesekinder hatten, das wurde ihnen beurkundet, erfolgreich am Wettbewerb teilgenommen. Die Sparkasse spendierte Sachpreise. Für die ersten drei Plätze gab es Geldprämien, die Einheitsgemeinde Osterburg legte jeweils noch ein Buch dazu. Die Erstplatzierten haben sich außerdem für den Landesausscheid in Magdeburg qualifiziert.

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