Erlebnisreiche Tage verlebten französische Schülerinnen und Schüler am Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasium. Nach der Präsentation des gemeinsamen Projektes hieß es am Mittwochabend Abschied nehmen.

Osterburg l Allerdings ist es ein Abschied auf Zeit - denn der Gegenbesuch ist bereits eingetaktet. Und darauf freuen sich schon jetzt die französischen Schüler und die Jugendlichen des Osterburger Gymnasiums.

Die Organisatoren um Französisch-Pädagogin Ute Voigt zogen ein positives Resümee des ersten Schüleraustauschs zwischen der biesestädtischen Einrichtung und dem Jean Zay-Lycée der rund 110 000-Einwohner-Stadt Orleans. Elke Hein, Leiterin des Osterburger Gymnasiums, ist nach den gemeinsamen Aktivitäten an den vergangenen Tagen davon überzeugt, dass es "noch viele interessante Begegnungen" zwischen den Schülern beider Stätten geben wird. Ihre Aussage wird dadurch untermauert, dass die beteiligten Gymnasiasten und auch die Gasteltern begeistert waren.

Die positiven Eindrücke spiegelten sich am Mittwochabend auch bei der Präsentation des Projektes wieder. Die 23 Schüler aus der in der Region Centre gelegenen französischen Stadt und die Neunt- und Zehntklässler des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums setzten sich mit dem Thema "Vergangenheit verstehen - Zukunft gestalten" auseinander, unternahmen in der gemeinsamen Zeit Expeditionen und verarbeiteten das Erlebte im Unterricht. Unter anderem besuchten die etwa 50 Schüler mit den Pädagogen beider Einrichtungen die Mahn- und Gedenkstätte Lichtenburg im sächsischen Prettin, ein ehemaliges Konzentrationslager im nationalsozialistischen Deutschland.

Auf Plakaten bannten sie ihre Eindrücke wieder. Während alle Schülerarbeiten am Mittwochabend in der Aula ausgestellt waren, präsentierten Charlotte Reppenhagen, Marius Müller und Mathis Hohmeyer ihr Kunstobjekt vor den Anwesenden und begründeten ihre gewählten Darstellungen. Unter anderem "füllten" sie ein Porträt mit den Farben der jeweiligen Flaggen beider Staaten. Und kamen zum Ergebnis: "Die heutigen deutsch-französischen Beziehungen sind das Ergebnis der Aussöhnung zwischen Deutschen und Franzsosen nach dem Zweiten Weltkrieg."

Schulleiterin dankt allen Beteiligten

Der erste Schüleraustausch mit dem Jean-Zay-Lycée könnte der Beginn einer Partnerschaft zwischen beiden Bildungsstätten sein. Der erste Schritt dahin ist getan. Der zweite erfolgt Mitte April, wenn die Osterburger ins rund 1100 Kilometer entfernte Orleans zu ihren Freudinnen und Freunden reisen und am dortigen Unterricht teilnehmen werden. Die Franzosen, die mit dem Bus jeweils rund 14 Stunden unterwegs waren, bedankten sich am Mittwochabend für eine "tolle und interessante Zeit". Und Schulleiterin Elke Hein dankte Schülern, Gasteltern und allen am Projekt beteiligten Pädagogen.