Osterburg (ama) l Vor ein paar Jahren hieß die Sause in der Lindensporthalle Osterburg am 1. Weihnachtstag noch Weihnachtstanz, jetzt "X-mas Party". Geblieben ist das Wiedersehen mit alten Bekannten in großer Runde.

Zuerst mal mit den Discjockeys. DJ Micha und DJ Markus legten von hoch oben auf. "Der DJ-Tower ist was Neues. Es soll ja nicht langweilig werden", merkte Guido Lenzner an. Allerdings fügte er gleich hinzu, dass Markus Mertens und Michael Thomas praktisch zum Inventar gehören. Den Aufstieg auf den Turm mussten sie mit ihren Kisten ab 17 Uhr gleich mehrmals schaffen. Darum ruhte sich DJ Micha beim traditionellen Kartenspiel in Familie diesmal auch aus. Und DJ Markus ulkte, er habe vor dem Abend zur Entspannung unterm Weihnachtsbaum gesessen. So hoch oben hatte er wohlbemerkt noch nie über Musik entschieden. "Der Aufstieg war ein ganz schöner Balanceakt", gestand DJ Markus, "wie wir runterkommen, wissen wir noch nicht."

"Aber für die Leute nehmen wir das gern in Kauf. Osterburg ist immer ein Highlight", pflichtete ihm DJ Micha bei. Im Herzen seien sie doch beide Osterburger, auch wenn Michael Thomas inzwischen in Seehausen wohnt und Markus Mertens in Hamburg. Mit dem Musikgeschmack der Biesestädter kennen sie sich aus. "Osterburg steht auf alles. Das heißt, wir müssen einfach alles spielen, Rock bis Schlager und aktuelle Songs", sagte DJ Markus. Der Unterschied zum Auflegen vor zwei Jahren sei nur der digitale. Platten legen beide nur noch zu Hause auf. Heute wird eben alles musikalisch digital gesteuert. Stimmung machen die beiden in Osterburg aber immer.

Schließlich sind beide auch wieder nach dem Faschingsumzug in Osterburg am 14. Februar die Musikmacher in der Halle und beim Stadt- und Spargelfest am 8. und 9. Mai dabei. Während der Sause am 1. Weihnachtstag in der Lindensporthalle begrüßten sie aber erst einmal alte Bekannte vom Turm aus.

Gemeinsam mit den Töchtern zum Tanz

"Ich bin heute mit meinen drei Töchtern hier", erzählte der Osterburger Kurt Anglmayr lachend, "die hat es sonst nach Hamburg, Frankfurt und München verschlagen. Aber einmal im Jahr machen wir hier ein bisschen Party."

Die Gelegenheit, Freunde und Bekannte zu treffen, nutzten auch Kathleen Müller und Lena Ahrends. "Ich studiere sonst in Leipzig und Lena in Marburg und freue mich, heute so viele zu sehen, vor allem, weil das Ehemaligentreffen a Gymnasium zu Weihnachten nicht mehr ist", bemerkte Kathleen Müller.

Beim Spiel durch alle Musikrichtungen über Die Ärzte, Helene Fischer und Erasure machten die DJs Zwischenstopp für einen ganz großen Künstler, der am Sonntag verstorben war. Udo Jürgens zu Ehren spielten die DJs "Ich war noch niemals in New York."

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