Lückstedt l Zum fünften Mal in jährlicher Folge loderten in Lückstedt am Wochenende die ausgedienten und recht verdorrten Weihnachtsbäume auf der Festwiese hinter der Altmark-Halle. Wie der Leiter der örtlichen freiwilligen Feuerwehr, Karsten Noffke, der Volksstimme gegenüber bemerkte, sei dieses kleine Dorffest erneut über den Kulturverein zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Lückstedt organisiert worden.

60 bis 70 Bäume sorgen für wohlige Wärme

Der Reinerlös solle der Arbeit der Jugendfeuerwehr zugute kommen, die, wie in den Vorjahren, unter Führung ihrer Leiterin Jessica Ahrens und ihres Stellvertreters Philipp Bethge die Vorbereitung dieser Veranstaltung übernommen hatte.

60 bis 70 Bäume hatten die jungen Kameraden in mehreren Touren durch das Dorf zusammengefahren. "Es sind aber nicht alle Bäume aus den Haushalten vor die Tür zum Abholen bereit gelegt worden," wusste Joachim Seidler und nannte auch einen möglichen Grund: "Einige vor allem ältere Lückstedter hängen noch an der von Generation zu Generation überlieferten alten Tradition, ihren Weihnachtsbaum auf dem Hausboden oder in der Scheune aufzubewahren. Er soll das Gebäude vor Blitzschlag schützen."

Seidler war vor Karsten Noffke langjähriger Leiter der Wehr und kann sich auch heute noch nicht von dieser Gemeinschaft lösen; das ist auch gut, denn viele jüngere Kameraden profitieren von seinen Erfahrungen. "Wir haben auch eine sehr gute Jugendgruppe. 16 Mädchen und Jungen gehören dazu und sind sehr engagiert - vor allem die Mädchen, die sich beim Lernen große Mühe geben", ließ er durchblicken. "So haben wir zur Zeit auch wenig Sorgen mit dem Nachwuchs für die aktive Abteilung. Nach der Wende hatten wir die Jugendlichen aufgefangen, die dann in der Jugendfeuerwehr eine Heimat für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung fanden."

Für Getränke und das Abendbrot war gesorgt

Mittlerweile war es dunkel geworden und Karsten Noffke hatte den gewaltigen Holzstoß in Brand gesetzt. Schnell fraßen sich die Flammen durch das dürre Gezweig und immer mehr Lückstedter kamen zum Zuschauen. Abendliche Kühle machte sich bemerkbar. Die Mädchen versorgten die Zuschauer mit Glühwein und anderen Getränken. Heißer Tee wurde kostenlos ausgegeben. Auf dem Grill brutzelten Bratwürste und Steaks. So war auch das Abendbrot gesichert. Natürlich machten die Besucher regen Gebrauch davon, auch weil, wie schon erwähnt, der Erlös ihrem Feuerwehrnachwuchs zugute kommen soll.

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