Zu den Vorhaben, die die Hansestadt Seehausen über das Förderprogramm "Leader" realisieren möchte, gehört auch die ehemalige Bademeisterwohnung im Waldbad.

Seehausen l Die seit 1995 leerstehende Wohnung im Haupthaus des Seehäuser Waldbades soll zu einer Unterkunft mit sieben Betten umgebaut und hauptsächlich Rad-Touristen angeboten werden. Walter Fiedler, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus, informierte am Montagabend die Ausschuss-Mitglieder über das Projekt, für das eine Gesamtsumme von rund 50000 Euro erforderlich ist.

Kein Antrag aus Seehausen wurde ausgeschlossen

Der Eigenanteil der Kommune würde sich im Falle der Leader-Förderung auf etwa 25 Prozent belaufen. Den aktuellen Stand der anderen Vorhaben, die mit diesem Programm in die Tat umgesetzt werden sollen, brachte Fiedler den Mitgliedern, die im Seminarraum der Firma Graepel tagten, nahe. "Sie werden weiter bearbeitet und wurden nicht ausgeschlossen."

Insofern besteht weiterhin die Hoffnung, dass Leader in Seehausen und Region wieder einiges bewirken kann. Wie Fiedler von den Verantwortlichen benachrichtigt wurde, sind sämtliche Straßenbau-Projekte aus dem EU-Förderprogramm gestrichen worden. Mit einer Entscheidung über die Zu- beziehungsweise Absage rechnet der Ausschuss-Vorsitzende nicht vor dem dritten Quartal dieses Jahres. Mögliche Gelder für die Realisierung der Projekte würden erst im nächsten Jahr fließen.

Auch die Seehäuser möchten durchaus von dem beliebtesten Radweg Deutschlands, dem Elberadweg, partizipieren, befindet er sich doch nur einige Kilometer weiter nördlich (Beuster) und auch östlich (Schönberg). Aber auch andere Routen für Pedalritter, die in der Vergangenheit auf der Beliebtheitsskala gestiegen sind, führen durch die Alandstadt. Beispielsweise der Altmark-Rundkurs, der die altmärkischen Hanse-Städte verbindet.

Deshalb soll das neue Projekt auch den Rad-Touristen zugute kommen. Die Räume sind vorhanden: drei könnten als Zwei-Bett-Zimmer genutzt werden, ein weiteres ist für die Ausstattung mit einem Bett vorgesehen. Desweiteren sollen ein Gemeinschaftsbad und eine Küche in der ehemaligen Bademeister-Wohnung Einzug finden. "In allen Räumen ist die Elektrik zu machen, müssen die Fenster erneuert werden, und auch die Heizungsanlage entspricht nicht den modernen Standards", sagte Fiedler, der zudem darauf aufmerksam machte, dass der mögliche Pachtvertrag an die Gaststätte und deren Team angegliedert sei.