Osterburg (igu) l Enttäuscht kehrten die Mitglieder des Fördervereins und des Elternrates der Osterburger Sekundarschule am Donnerstagabend aus Stendal zurück.

Bei der Sitzung des Kreistages hofften sie auf eine Wende. Aber dazu kam es nicht (wir berichteten). Die SPD zog ihren Antrag, nochmals über die Umwandlung der Osterburger Sekundar- in eine Gemeinschaftsschule abzustimmen, zurück. Aber noch ein anderer Punkt sorgte zugleich für Verärgerung und Enttäuschung. "Ich bin total schockiert", berichtete Karin Christiansen-Weniger von der Sitzung. Die Fördervereins-Vorsitzende der Einrichtung fragte nach, ob die Mitglieder des Gremiums Karten aus der Biesestadt erhalten haben. "Jeder verneinte." Schüler der Osterburger Bildungsstätte machten sich ihre Gedanken und sandten selbstdekorierte Karten als Ostergrüße zu allen Kreistagsmitgliedern. Karin Christiansen-Weniger gab diese persönlich im Sekretariat des Landrates ab, wobei sie der Mitarbeiterin im Büro keine Schuld zuweisen will. "Nicht nur die Mühe und der Aufwand, die dafür betrieben wurden, wird mit Füßen getreten. Sondern damit wird auch eine Form von Autorität dargestellt, die ich schockierend finde", richtet die Fördervereins-Vorsitzende ihren Unmut an Kreistags-Vorsitzenden Lothar Riedinger, "der die Karten nicht verteilte".

Die Verantwortlichen der Osterburger Sekundarschule müssen weiterhin abwarten, ob sie den Weg die für sie favorisierte Form der Gemeinschaftsschule einschlagen dürfen. Bereits im Februar stimmte der Kreistag dagegen. Hoffnung keimte auf, als die SPD Unterstützung anbot. Aber ihren Antrag am Donnerstagabend zurückzog. Die Bildungsstätte gibt jedoch nicht auf. Die Gesamtkonferenz der Sekundarschule hat bereits beschlossen, einen erneuten Antrag zu stellen. Über den wird der Kreistag voraussichtlich im November abstimmen.

Falls die Mehrheit des 48-köpfigen Gremiums zustimmt, wird ab dem Schuljahr 2016/17 die Gemeinschaftsschule Einzug halten.