Das Scheunenputzen war Auftakt für die 640-Jahr-Feier in Ziemendorf. Die Gäste sind eingeladen, das Festprogramm steht. Es reicht vom Gottesdienst bis zum Frühschoppen. Zusammen mit einem kleinen Chronikabriss sind Details in einer Festzeitung zu lesen, die der Dorfklub drucken lässt.

Ziemendorf l In der kleinen Festzeitung ist von Sumendorp pertinet monasterio predicto die Rede. So hieß der Ort anscheinend ganz früher. Er wird urkundlich zum ersten Male 1375 im Landbuch von Kaiser Karl IV. erwähnt. Außerdem wird Ziemendorf am 16. November 1457 in einer Urkunde des Markgrafen Friedrich des Jüngeren erwähnt, in der er dem Kloster Arendsee alle seine Besitzungen, darunter auch Ziemendorf, übergab.

Der Name wandelte sich 1541 in Simendorff und wurde 1551 endlich zum heutigen Ziemendorf.

An der Ausarbeitung dieser geschichtlichen Daten ist maßgeblich Chronistin Birgit Drevenstedt vom Vorstand des Fördervereins für Kultur und Brandschutz, auch als Dorfklub bekannt, beteiligt. Sie listete auch die Bürgermeister auf, die das Dorf regierten:

Das waren Willi Mewes, Fritz Pillmeyer, Leopold Scheugel, Hans Schulz , Heinz Ladewig und seit mehr als zehn Jahren Michael Meyer. Seit 2011 gehört Ziemendorf zur Einheitsgemeinde Arendsee.

Feuerwehr feiert 80. Gründungstag

Zusammen mit dem 640-jährigen Dorfbestehen wird auch der 80. Gründungstag der freiwilligen Feuerwehr gefeiert. Seit zwei Jahren hat die Wehr die erste weibliche Führung: Jasmin Scheffler steht an der Spitze. Vor ihr leiteten die Kameraden Albert Puch, Willi Jacobs, Joachim Lembke, Friedhelm Güldner, Achim Mönning und Mathias Thiele die Wehr.

"Pünktlich zum Fest wird auch die historische Fahne von 1901 fertig sein, die derzeit noch von einem Ziemendorfer restauriert wird", kündigte Vereinsvorsitzender Dieter Bolle an. Es ist die von Heimatmaler Fritz Gentsch gestaltete Fahne des Ziemendorfer Gesangvereins, die Heidi Hefekerl bei Umbauarbeiten ihres Hauses entdeckt hatte.