In diesem Jahr soll der Platz an der Werbener Johanniskirche neu gestaltet werden. Um dafür Fördermittel aus der Stadtsanierung einsetzen zu können, schlossen die Elbestadt und die evangelische Kirche einen Nutzungsvertrag ab.

Werben. Die Johanniskirche, deren 850. Geburtstag die Werbener im Vorjahr feierten, hat mit Nässe zu kämpfen. Seit Jahr und Tag. Nachdem mit Dachsanierung und Installation von Regenrinnen in jüngerer Vergangenheit die Regenwasserableitung gewährleistet wird, soll nun mit der Gestaltung des Kirchplatzes das altehrwürdige Gemäuer auch im Untergrund vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Vorgesehen ist unter anderem die Pflasterung. Die geschätzten Kosten für die Gestaltung des Platzes, der sich in Besitz der evangelischen Kirche befindet, belaufen sich auf 181000 Euro. "Das kann die Kirche allein nicht stemmen", schätzt Bürgermeister Dr. Volkmar Haase ein. Da der Platz öffentlich genutzt wird, sieht er die Stadt in der Pflicht. Und ist sich damit eins mit den Stadträten. Sie stimmten während ihrer Sitzung in dieser Woche dem Nutzungsvertrag zwischen Stadt und Kirche zu.

Er läuft über 25 Jahre und eröffnet die Möglichkeit, Fördermittel für das Projekt einzusetzen. Nämlich 145000 Euro. Die Kirche selbst muss zur Kofinanzierung einen Eigenanteil von 36000 Euro aufbringen, wobei sie 5000 Euro aus dem Stadtsäckel erhält. "Wir werden unsere Eigenmittel einwerben", erklärte Pfarrer Michael Sommer, der gegenwärtig als Vertretung in der Werbener Gemeinde tätig ist. Er bezeichnete die Zustimmung des Rates zum Nutzungsvertrag als "erfreuliche Stunde".

Wie sich das Antlitz des Kirchplatzes mit der Umgestaltung wandelt, sei noch offen, sagte Haase auf Volksstimme-Nachfrage. Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen.