Am Bahnübergang am Alten Düsedauer Weg tappen Fußgänger nach Sonnenuntergang buchstäblich im Dunkeln. Und auch Radler vermissen eine Straßenbeleuchtung. Die gab es vor Jahren schon einmal, wurde von der Deutschen Bahn jedoch im Zuge des Neubaus einer Schrankenanlage demontiert. Die dadurch entstandene Situation nehmen die Anwohner des Alten Düsedauer Weges nun nicht länger tatenlos hin. In einer Unterschriftensammlung sprechen sie sich für den Neubau einer Straßenlampe aus.

Osterburg. Vor wenigen Tagen trafen sich Anwohner des Alten Düsedauer Weges zum Abbrennen ihrer ausgedienten Weihnachtsbäume. In der geselligen Runde sei auch ein ernstes Thema zur Sprache gekommen, das vielen Anwohnern schon seit geraumer Zeit unter den Nägeln brennt, berichtet Dr. Volker Schumann. Am Bahnübergang Alter Düsedauer Weg vermissen sie eine Straßenbeleuchtung. Das war nicht immer der Fall. "Es gab eine Lampe, die im Zuge der Stilllegung des Stellwerkes 1 und der Errichtung der Halbschrankenanlage aber entfernt und nicht wieder installiert wurde", so Schumann. Nach Aussagen aus der Osterburger Stadtverwaltung sei dafür die Deutsche Bahn AG verantwortlich, fügt er hinzu.

Der nach Sonnenuntergang völlig im Dunkeln liegende Bahnübergang bereitet den Anwohnern des Alten Düsedauer Weges aus mehreren Gründen Bauchschmerzen. "Es geht uns vor allem um das Sicherheitsempfinden der Bürger. Besonders Frauen und Kinder bereitet die fehlende Straßenlampe Sorge, da weit und breit niemand helfen könnte, sollte ein Strafdelikt stattfinden", erzählt Dr. Volker Schumann. Problematisch sei aber auch, dass die Schranke in der Dunkelheit kaum zu erkennen sei.

Mit diesen Schwierigkeiten wollen sich die Anwohner nicht länger einfach nur abfinden. 64 Bürger trugen sich in einer Unterschriftensammlung ein, in der sie sich für den Neubau einer Straßenlampe am Alten Düsedauer Weg aussprechen.

Bei Osterburgs Bürgermeister Hartmuth Raden stößt das Anliegen auf Verständnis. "Es ist zuerst einmal zu prüfen, ob die Deutsche Bahn nicht rechtlich in die Verantwortung genommen werden kann und für die Wiederherstellung der Straßenbeleuchtung am Bahnübergang sorgen muss", sagte Raden zu, sich um das Problem zu kümmern. "Mir stellt sich dabei zum Beispiel die Frage, ob eine Schrankenanlage nicht generell ausgeleuchtet sein muss", konkretisierte er. Klar ist für Raden aber auch: Ergibt die Recherche der Verwaltung, dass die Bahn in Sachen Straßenlampe nicht in der Pflicht ist, soll das Problem nicht einfach zu den Akten gelegt werden. "Dann müssen wir als Kommune über den Bau einer Straßenlampe am Bahnübergang Alter Düsedauer Weg nachdenken", machte der Osterburger Bürgermeister deutlich.