#NULL#Bezugnehmend auf den Artikel "Klare Absage an die meisten Forderungen" vom 17. Februar in der Osterburger Volksstimme schrieb das Ehepaar Helga und Dieter Keller aus Geestgottberg folgenden Leserbrief:

Als im Frühjahr 2010 die Planungsunterlagen für die Nordverlängerung der A14 (Teilabschnitte VKE 3.1 + 3.2a) der Öffentlichkeit zur Einsicht vorgelegt wurden, herrschte bei der betroffenen Bevölkerung Unverständnis und Empörung. Ihre Bedenken und Anregungen formulierten die Bürger und die Kommunen in mehr als 900 Einwendungen.

Sehr sachlich und konkret fasste die Verbandsgemeinde Seehausen in ihrer Stellungnahme die berechtigten Forderungen der Betroffenen zusammen. Bei realistischer Einschätzung der Erfolgsaussichten konnte man hoffen, dass zumindest ein Teil davon bei einer überarbeiteten Planung berücksichtigt werde. Um so größer waren unser Frust und unsere Empörung nach der Lektüre des Artikels "Klare Absage an die meisten Forderungen". Aufstufung der K1020 zur Landesstraße und ein Radweg an der L2 - das ist alles, was man uns zubilligt.

Diese Reaktion des Landesverwaltungsamtes auf die Vielzahl der Einwendungen zeugt von unglaublicher Ignoranz und Überheblichkeit gegenüber den Betroffenen. Das Milliardenprojekt Transitautobahn A14 soll durchgesetzt werden, ohne auf die Gesundheitsbelange und die Lebensqualität der Anwohner genügend Rücksicht zu nehmen. Ob die Planungsunterlagen wohl auch so aussähen, wenn von den Verantwortlichen jemand zum Beispiel in Geestgottberg seinen Wohnsitz hätte? Weiterhin fragen wir uns, ob die Antwort des Landesverwaltungsamtes ein Ausdruck des Demokratieverständnisses unserer Landespolitiker ist.

Wir verstehen jedenfalls unter gelebter Demokratie etwas anderes.