Nach der Gemeindegebietsreform gehen am kommenden Sonnabend die zweiten Stadtmeisterschaften der Freiwilligen Feuerwehren der Einheitsgemeinde Osterburg über die Bühne. Gastgeber ist Vorjahressieger Dequede.

Osterburg. Schnörkellos und ohne großen Umzug durch das Dorf heißt es am Sonnabend um 8.30 Uhr für die wettkampfbereiten Blauröcke der hansestädtischen Brandschutzabschnitte anzutreten. Bereits um 9 Uhr startet der Wettkampf auf der großen Wiese, die die Agrargenossenschaft Krevese-Drüsedau links vor dem Ort (aus Richtung Osterburg kommend) nicht nur zur Verfügung stellt, sondern dankenswerterweise auch vorher mäht.

Die Dequeder Blauröcke sind sozusagen bis in die Zehenspitzen motiviert und fest entschlossen, die 30er Zeit vom Löschangriff beim kürzlichen Rolandpokal in Buch wieder vergessen zu machen. Am Training liegt es nicht. Das zieht die Truppe um Wehrleiter Andreas Gabel und Stellvertreter Franz Paelke eisern durch. Und das nicht nur für die Stadtmeisterschaften, sondern auch für andere Vergleiche wie den Inselpokal in Poel, wo Jahr für Jahr die ganz ehrgeizigen Mannschaften im Feuerwehrkampfsport den Vergleich suchen.

Die "jungen Wilden" in den Reihen der kleinen Ortswehr sind ebenso motiviert wie die Altersabteilung und die Mitglieder des Fördervereins, die sowohl die Feuerwehrleute als auch alle Zaungäste mit Bratwürsten, Erfrischungsgetränken, Kaffee und hausbackenem Kuchen versorgen und bei Laune halten wollen, damit es mit dem Anfeuern richtig klappt.

Leider haben bislang nur acht Männer- und neun Jugendmannschaften gemeldet. Allerdings fällt der Sonnabend auch genau auf das Jugendweihewochenende. Stadtwehrleiter Sven Engel sieht die Resonanz trotzdem positiv. Um überhaupt acht Männerteams zusammenzubekommen, hätten sich einige Wehren zusammengetan. Das zeuge von einem Zusammengehörigkeitsgefühl, das er für die Brandbekämpfer der Einheitsgemeinde ausdrücklich begrüßt. Durch diese Art der Zusammenarbeit seien zum Beispiel auch die Gladigauer das erste Mal seit einigen Jahren wieder mit von der Partie. Für die nicht so ganz Feuerwehrkundigen: Während die Jugendmannschaften (bis 16 Jahre) einen Parcours aus fünf Stationen in Angriff nehmen, müssen die Männer zwei Löschangriffe absolvieren. Einen klassisch - sozusagen die Pflicht - mit der modernen Sicherheitsausrüstung, der auch als Qualifikation für die Kreismeisterschaft gilt. Und einen mit alter Spritze, wo die Ausrüstung kampfsportlich getunt sein darf. Wer siegt, ist Stadtmeister.