Hilmsen l Einen goldenen Mammut-Einbaum, einen Saurier im Sattel und einen Sheriff-stern: All das will Joshua Goode, Kunstprofessor am Tarrant County College Forth Worth (Texas, USA), bei seiner Grabung nahe des Atelierhauses in Hilmsen entdeckt haben. Schließlich seien die Amerikaner schon lange hier heimisch, merkt er augenzwinkernd an. Über allem weht die texanische Flagge.

"Er beschäftigt sich tatsächlich ernsthaft mit der Archäologie", verrät der Künstler Hans Molzberger. Im Vorjahr sei er nahe Tübingen bei einer Ausgrabung dabei gewesen.

Doch die goldig glänzenden Fundstücke gehören eher in den Bereich der Kunst. Denn Joshua Godde stellt einen Mix dar aus Sachen, die tatsächlich im Erdreich verborgen waren, und solchen, die man gefunden haben will. Er interpretiere, wie die Wissenschaft funktio-nieren könne, sagt er.

Die Grabungsstelle sieht übrigens recht professionell aus. Ein Schild macht darauf aufmerksam. Das Areal ist eingemessen. Es geht Stück für Stück tiefer. Joshua Goode hat die einzelnen Schichten fotografiert, aber auch einzelne Funde. "Er hat sogar die Grundmauer eines alten Gebäudes entdeckt. Ich wusste gar nicht, dass an der Stelle mal ein Haus gestanden hat", sagt Hans Molzberger.

Bronzeguss mit dem Gastgeber vor dem Heimflug

"Einige Spaziergänger haben sogar geglaubt, dass hier tatsächlich archäologische Grabungen stattfinden", erzählt Joshua Goode schmunzelnd.

Der Kunstprofessor weilt derzeit mit elf Studenten in der Altmark (wir berichteten am Sonnabend) und bereitet sich bereits jetzt auf eine Ausstellung vor, die er in zwei Jahren in Salzwedel zeigen wird. Mit dem Gastgeber wird er vor dem Heimflug Bronze gießen. Im nächsten Jahr soll die Arbeit für die Schau in der Hansestadt weitergehen. Joshua Goode freut sich schon aufs Wiederkommen. Ihm gefalle es in der Altmark. Und er erhalte hier neue Inspirationen für seine Arbeit.

Mehr Infos im Internet unter www.joshuagoode.com.