An der Straße zwischen Kaulitz und dem alten Bahnhof soll ein Hydrant installiert werden. Damit wollen die Brandbekämpfer die Löschwasserversorgung im Ernstfall sichern. Der eigentlich geplante Brunnen lässt sich wegen der Eigentumsverhältnisse nicht realisieren. Noch nicht.

Kaulitz l Die Stelle, an der der Flachspiegelbrunnen am Kaulitzer Bahnhof abgeträuft werden sollte, liegt nicht auf kommunalem Grund und Boden. "Das ist uns aber erst nach dem Brand im Oktober 2012 aufgefallen", erklärte Kaulitz\' Ortsbürgermeister Horst Bretschneider gestern auf Nachfrage.

Bei diesem Brand waren 72Kameraden aus 6 Feuerwehren im Löscheinsatz und hatten Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung. "Der Brunnen war schon vorher in der Risikoanalyse zum Brandschutz der Einheitsgemeinde Arendsee geplant", so Bretschneider. Nach dem Brandeinsatz und den festgestellten Schwachstellen sollte es mit Nachdruck an die Realisierung gehen.

Doch bei den Vorarbeiten zeigte sich, dass der dafür vorgesehene Platz sich im Eigentum des Vereins befindet, der den Bahnhof von der Deutschen Bahn AG gekauft hatte. Ein Brunnenbauexperte hatte bei seinen Untersuchungen die Stelle als optimal ausgemacht. "Aber die mögliche Stelle, die auf kommunalem Grund liegt, ist nicht ohne weiteres erreichbar", machte Bretschneider auch schon während der Sitzung des Ortschaftsrates vor wenigen Tagen deutlich.

"Unser Areal liegt hinter dem Gebäude, der Weg dahin würde über einen Acker führen", sagte Bretschneider. Die Stadt besitze wiederum ein Teilwegstück, das über das Vereinsareal führe.

"Ich habe nun den Hauptamtsleiter in der Verwaltung informiert und vorgeschlagen, mit dem Verein über einen Flächentausch zu verhandeln", meinte Bretschneider. Das heiße, der Brunnen sei noch nicht ganz vom Tisch. "Aber wir warten noch auf grünes Licht aus Arendsee, die Lösung ist noch nicht spruchreif", dämpfte Bretschneider zu große Erwartungen.

Als Zwischenlösung habe man sich auf die Installation eines Hydranten geeinigt, damit nicht im Ernstfall wieder Wasserknappheit herrsche.

"Hydrant und Brunnen sind für Wald wichtig, wenns da brennt, ist die Gefahr groß."

Ortsbürgermeister Horst Bretschneider

"Sowohl Hydrant als auch Brunnen sind ja nicht nur für den alten Bahnhof von immenser Bedeutung, sondern auch für den Wald", betonte Bretschneider. Der reiche bis an die B 190 bei Binde. "Wenn\'s da wirklich brennt, ist die Gefahr groß."

Den Hydranten wolle der Salzwedeler Wasserverband setzen. Mit dem wollen die Kaulitzer auch klären, ob die zwischen dem Ort und dem so genannten Kreml an der Feldabfahrt nach Mechau liegende Leitung mit einem Rohrdurchmesser von 75 Millimetern besser durch eine mit 100 Millimetern Durchmesser zu ersetzen sei. "Das ist der Schwachpunkt in der Wasserversorgung", sagte er. Richtung Binde liege bereits eine 100-er-Leitung.

Und Kaulitz selbst sei ohnehin gesichert: Zu DDR-Zeiten war dort rings um das Dorf sogar eine 150-er-Ringleitung verlegt worden.

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