Salzwedel (cb) l "Die einzigen Vorschläge, die wir bislang öffentlich gemacht haben, betreffen den Bahnhof und die Schwimmhalle", sagte gestern Andreas Goedecke als Sprecher der Wählergemeinschaft Die Hanseaten. Die barsche Kritik der CDU, die Hanseaten würden mit Polemik und falschen Versprechungen Wahlkampf betreiben, könne er nicht verstehen (wir berichteten am Sonnabend). Denn etwa beim Schwimmbad sei klar, dass die Stadt keine Kredite aufnehmen könne, um sich ein neues Schwimmbad zu bauen. Doch es gebe Möglichkeiten, ein neues Bad in Teilen privat zu betreiben. Als Beispiel nannte er einen Sauna- und Wellnessbereich und auch den gastronomischen Bereich, die privat abgedeckt werden könnten. Auch dass ein Investor das Bad in Eigenregie baut, schließt Goedecke nicht aus. "Man muss immer sehen, dass privat auch Risiko trägt", begründete er. Phantastereien jedenfalls seien die Vorschläge der Hanseaten nicht.

Auch zum Haushalt vertritt Goedecke einen Standpunkt: Das Ende Februar beanstandete Werk sei nicht ein Problem zu hoher Ausgaben, sondern ein Problem zu geringer Einnahmen. Und dieses ließe sich nur beheben, wenn die Stadt in gewerbesteuerlicher und kapitalertragssteuerlicher Hinsicht attraktiver wird. "Investoren müssen neugierig werden, dass hier etwas passiert", betont Andreas Goedecke. Auch kurze Entscheidungswege seien etwas, mit dem die Hansestadt punkten könnte. Dafür müsse aber zielorientiert und sachlich diskutiert werden.

Und dass die CDU von Phantastereien spricht, will er so auch nicht stehen lassen. Alles, was er beschrieben habe, seien Tatsachen. Aber: "Wir brauchen Visionen. Und es tut mir schrecklich leid, dass die CDU schon aufgegeben hat", schilderte Andreas Goedecke seinen Eindruck. Vorschläge der CDU hätte er gern diskutiert: "Aber da kam ja bislang noch nicht viel", sagte er mit einem Seitenhieb in Richtung CDU.