Moderne Volksmusik, Neue Deutsche Welle, Kölner Gute-Laune-Songs und Musik von den Sieben Weltmeeren - beim Sommernacht Festival in Uelzen war Abwechslung geboten. Eines hatten aber alle Bands gemeinsam: Sie haben die Arena zum Kochen gebracht.

Uelzen l Obwohl die musikalische Reise am Sonnabend beim Sommernacht Festival in Uelzen in Bayern begann, lag der Stimmungsgipfel im Norden. Doch der Reihe nach. Volks- und Schlagermusik ist seit Helene Fischer bei der jüngeren Generation partytauglich geworden. Und auch die sechs smarten Sänger von voXXclub aus München zogen bei ihrem Auftritt in Uelzen viele junge Fans vor die Bühne. Mit ihren lockeren Sprüchen und Tanzchoreografien wirkten sie wie eine waschechte Boyband - einziger optischer Unterschied waren die Lederhosen.

Die Münchener Freiheit brachte im Anschluss zum ersten Mal an diesem Tag die ganze Arena zum Singen. Mit dem Hit "Ohne dich schlaf` ich heut` Nacht nicht ein" schaffte die Band 1986 den Durchbruch. Und fast 30 Jahre danach bringt dieser die Massen immer noch zur Exstase.

Im Anschluss ging die Reise weiter nach Köln. Die Höhner betraten die Bühne. Die meisten kennen die Combo hauptsächlich als Karnevals-Band. Doch die Musiker können mehr, als Rheinländer während der fünften Jahres zu bespaßen. Frontmann Henning Krautmacher beackerte die Bühne mit einem gefühlten Dauergrinsen. Und selbst wer nicht auf die leichte Party-Unterhaltung steht, hat sich spätestens bei "Viva Colonia" und dem WM-Song "Steh auf, mach laut" beim Mitträllern erwischt. Nach dem es bei den Höhner auf dem Konzertgelände bereits richtig laut war, stellte sich eine Frage: Geht da stimmungsmäßig noch etwas nach oben? Ja, es ging!

Seit drei Jahren segeln die Männer von Santiano auf der Erfolgswelle, die am Sonnabend auch über Uelzen schwabbte. Fast jedes Lied der Band taugt zum Ohrwurm. Mit ihrem Seemanns-Rock-Sound und dazu noch einigen Ausflügen in die Folkmusik holen sie Fans aller Altersklassen an Bord. Santiano waren unbestritten der Höhepunkt des Festivals - nicht nur musikalisch, sondern auch bei der Bühnenshow. Als die Sonne untergegangen war, kam die Zeit der Pyrotechniker. Sie ließen Gold in die Zuschauer vor der Bühne regnen, Flammen-Fontänen auf der Bühne tanzen und zum Finale einen Wasserfall aus Funken auf der Bühne niedergehen. Der Festival-Tag hatte seinen Gipfel erreicht.

Eine Bilderstrecke sehen Sie auf www.volksstimme.de/sommerue14

   

Bilder