Tag der offenen Tür am Sonnabend in der Sekundarschule Dähre: Schüler luden zum Mitmachen ein. Lehrer beantworteten gern Fragen der Besucher.

Dähre. Die Schule wurde 1964 gebaut. Von 1992 bis 1997 war sie Außenstelle des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Salzwedel, seit 1997 heißt sie Sekundarschule Dähre. Das berichteten Lars Hentschel aus Bonese und Jonas Damaschke aus Höddelsen den gerade angekommenen Besuchern. Die beiden Fünftklässler boten Führungen an.

Zeit gab es zum Experimentieren. Diese Chance nutzte Aaron Klein aus Dähre, der hier lernen möchte, im Physikraum. Unter anderem füllte er einen Messbecher mit Wasser, legte ein Blatt auf die Öffnung und drehte das Gefäß vorsichtig um. "Ich hätte nicht gedacht, dass das hält", schilderte er erstaunt. Begleitet wurde der Junge von seinem Papa Andreas Klein, der hier selbst zur Schule gegangen ist. "So kann ich mal sehen, wie es heute aussieht. Der Physik- raum war auch damals schon hier", sagte er.

Lehrerin Anke Assel stellte Materialien für den Englisch-Unterricht vor, mit denen in Dähre gearbeitet wird. Unter anderem hatte sie eine Weltkarte als Puzzle bereit gelegt – mit den Ländernamen auf Englisch. Es war für manchen Viertklässler gar nicht so einfach, die Teile richtig zusammenzulegen. Nick Kreutzfeldt aus Diesdorf erzählte beim Puzzeln, dass er sich umschauen wolle, weil er bald hier zur Schule gehe. "Der Computerraum hat mir gut gefallen", sagte er.

Siebtklässler Jonas Zehl aus Nipkendey experimentierte im Chemieraum mit den Gästen. So ließ er die Besucher Zucker verbrennen. "Die Schule ist freundlich. Es gibt tolle Lehrer", sagte Jonas Zehl und fügte hinzu: "Chemie mache ich besonders gern." Robin Göhrs aus Klein Wieblitz schaute mit seiner Schwester und seiner Mutti auch im Kunstraum vorbei. Dort arbeiteten Neuntklässler an Hundertwassersäulen, die im Wahlpflichtkurs Kunst entstehen. Lehrerin Heike Herrmann verriet, dass gesammelter Müll der Ausgangspunkt sei. Dieser werde übereinandergetürmt, mit Papier verklebt und danach farbig gestaltet. "Wir werden die Säulen im Flur aufstellen. Da haben die Schüler Achtung davor und machen nichts kaputt", berichtete sie den erstaunten Eltern. Das sei der Vorteil einer kleinen Schule, fügte sie hinzu.

175 Fünft- bis Zehntklässler lernen derzeit in Dähre. In der ganzen Schule gebe es nur einen Hauptschüler. Alle anderen würden den Realschulabschluss anstreben, sagte Schulleiter Hans-Albert Schulz stolz. Auch die beiden derzeitigen fünften Klassen würden gegen den Trend schwimmen: "Die 29 Schüler zeigen eine große Lernfreude und erreichen überdurchschnittlich gute Noten." Jede Möglichkeit der Förderung werde durch die Lehrer genutzt. Eine sehr große Hilfe sei Schulsozialarbeiterin Susann Platz, die unter anderem bei Konflikten Ansprechpartner für die Schüler sei, lobte er.

Einige Wünsche für ein noch besseres Lernen hat der Schulleiter noch: neue Prallwände für die Turnhalle, die Reparatur der Treppe zur Turnhalle, der Sonnenschutz von außen. Und da für manche Dinge kein Geld zur Verfügung steht, gab es am Sonnabend auch einen Flohmarkt. "Den Erlös wollen wir mit nutzen, um die marode Verdunklung zu ersetzen" sagte Lehrerin Ines Schulz.