Binde l Der Gestank ist verflogen, doch im Inneren des Binder Jugendclubs sah es am Donnerstagnachmittag noch immer so aus, als ob dort eine Bombe eingeschlagen hat. Vor gut einem Monat haben Randalierer die Einrichtung komplett verwüstet, welche die Jugendlichen aus dem Dorf erst wenige Tage zuvor auf Vordermann gebracht hatten. Donnerstag war nun der erste von mehreren Arbeitseinsätzen, um den Club wieder in einen ansprechenden Zustand zu versetzen.

Bevor es ans Putzen ging, hieß es erst einmal Möbel schleppen. "Einiges haben wir schon entsorgt", erklärt Dustin Schulze, der regelmäßig den Jugendclub besucht. Aber bis Donnerstag standen in den Räumen Sessel und Tische, die derartig verdreckt und demoliert sind, dass für diese nur der Weg auf den Sperrmüll bleibt.

Auch wenn das Innere nun wieder halbwegs sauber ist, kommt auf die Jugendlichen weitere Arbeit zu. "Wir wollen die Wände streichen und hoffen, dass uns die Stadt die Farbe zur Verfügung stellt", erklärt Dustin Schulze. Der Anstrich ist auch bitter nötig, weil an den Wänden des Clubraums eine eklige braune Flüssigkeit klebt. Nach dem Malern hoffen die Jugendlichen, dass sie Ersatz für das alte Graffito, welches sie überstreichen müssen, erhalten.

Damit wäre aber noch nicht alles wieder in Butter. "Uns fehlen noch Sessel und Tische, da wir einiges wegwerfen mussten. Ein paar gebrauchte Möbel würden uns sehr helfen", sagt Jens Ehlers. Wer den Jugendlichen Möbel spenden möchte, kann auch gewiss sein, dass die Sachen nun sicher verschlossen sind. Damit sich die Randale im Jugendclub nicht wiederholen, wurde ein Schloss eingebaut.

Im Gegenzug haben sich die Jugendlichen dazu verpflichtet, den Bereich vor dem Club in Schuss zu halten.