Sie treffen sich, weil sie ein Problem haben, das alleine nicht zu lösen ist. Der Erfahrungsaustausch soll helfen, sich gegenseitig zu unterstützen: Mitglieder von Selbsthilfegruppen. In Salzwedel gibt es viele davon.

Salzwedel l Bärbel Riep arbeitet beim Paritätischen Wohlfahrtsverband, Regionalstelle Altmark, mit Sitz in Stendal. Sie ist zuständig für die Betreuung der Selbsthilfegruppen, die unter dem Dach des Paritätischen ihre Arbeit leisten. "Das sind in unserem Bereich 128 Gruppen, von denen 60 im Altmarkkreis Salzwedel agieren", sagt Bärbel Riep. Seit 2007 fungiert sie sozusagen als Kontaktstelle für die Selbsthilfegruppen (kurz SHG genannt). Einmal in der Woche, immer mittwochs, steht Riep Hilfe suchenden Menschen in der Reichestraße 51 in Salzwedel zur Verfügung. "Ich bin für die Menschen da, unterstütze die Gruppen, wenn sie Hilfe benötigen", skizziert Riep ihre Arbeit. Und wenn es gewünscht wird, kommt sie auch in die Gruppen, um Tipps zu geben.

Intensive Betreuung zum Start

"Insgesamt läuft alles ganz gut, die Gruppen arbeiten selbstständig. Und so soll es ja auch sein." Riep und der Paritätische unterstützen allerdings auch bei der Suche nach Räumen, in denen sich die Mitglieder der Gruppen treffen können. Ihr Engagement wird immer wieder gerne angenommen. So auch bei den Treffen mit Vertretern verschiedener Gruppen in den nächsten Tagen und Wochen. Dabei werden vorrangig Anträge bearbeitet, die dann der Krankenkasse - derzeit an die BBK - zugeschickt werden. Denn die entscheidet schließlich, ob die einzelnen SHG finanziell gefördert werden oder nicht. Im Übrigen müssen die Anträge in jedem Jahr neu gestellt und begründet werden. Und wer die entsprechenden Termine verpasst oder die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt, der fällt aus der Förderung.

Die Gruppen sind selbstorganisierte Zusammenschlüsse von Menschen, die ein gleiches Problem oder Anliegen haben. Typische Probleme sind etwa der Umgang mit chronischen oder seltenen Krankheiten, mit Lebenskrisen oder belastenden sozialen Situationen. Betreut werden sie von einer betroffenen Person, die den Ansprechpartner-Posten übernimmt, berichtet Bärbel Riep.

Mindestens sechs Teilnehmer notwendig

Und auch, dass die Selbsthilfegruppen grundsätzlich für neue Mitglieder offen sein müssen. Die Teilnahme an einer Gruppe ist kostenlos. Aufgrund der Berichterstattung der Volksstimme zum Weltosteoporosetag haben sich bei Bärbel Riep einige Personen gemeldet, die Interesse an einer Selbsthilfegruppe haben. "Es müssen mindestens sechs Personen sein, um eine Selbsthilfegruppe gründen zu können, erklärt Riep. Laut ihrer Erfahrungen treffen sich die Osteoporose-Gruppen einmal wöchentlich.

Wer sich für die Osteoporose-Selbsthilfegruppe interessiert, kann sich an Bärbel Riep wenden unter 0151/16266744 oder per Mail an briep@paritaet-lsa.de.