Salzwedel l Im Altmarkkreis Salzwedel brauchen Eltern vorerst nicht zu befürchten, in den Kindertagesstätten vor verschlossenen Türen zu stehen. Für die Altmark seien momentan keine Streiks der Erzieher vorgesehen, erklärte Wolfgang Siebert, der bei der Gewerkschaft ver.di für den Bereich Sachsen-Anhalt Nord zuständig ist. "Eine Ausweitung der Streiks hängt davon ab, ob es ein tragfähiges Angebot von den kommunalen Arbeitgebern gibt", erklärte er. Die Gewerkschaft wolle sich eine Steigerungsmöglichkeit im Arbeitskampf vorbehalten, sollte es zu keiner Einigung im Tarifkonflikt kommen. Momentan sei aber für den Norden Sachsen-Anhalts, sprich in beiden altmärkischen Landkreisen, dahingehend nichts geplant. "Und wenn es soweit kommen sollte, geht nichts, ohne die Eltern mit ins Boot zu nehmen", sagte Siebert. Darauf habe sich ver.di mit entsprechenden Elternbriefen, die dann in den zu bestreikenden Kitas verteilt werden, vorbereitet.

"Bis zum heutigen Tag liegt kein verhandelbares Angebot der Arbeitgeber vor und solange dies so ist, werden wir unseren Streik fortsetzen müssen. Dies kostet nicht nur den Streikenden viel Kraft und auch Mut", erklärte gestern Manuela Schmidt, Landesbezirksfachbereichsleiterin für den kommunalen Bereich. Gestreikt wird für höhere Eingruppierung in der Gehaltstabelle, eine Aufwertung des Erzieherberufes und bessere Arbeitsbedingungen.