Im Tierheim Hoyersburg wird derzeit jede helfende Hand gebraucht. Es gilt nicht nur, die 20 Hunde und 30 Katzen zu umsorgen, sondern auch die Außenanlage zum Frühjahr herauszuputzen. "Ohne ehrenamtliche Helfer ist das nicht zu schaffen", weiß Tierschutzvereinsvorsitzende Bärbel Domke. Mit Schatzmeisterin Erika Lahmann versucht sie derzeit, den Personalnotstand zu kompensieren.

Hoyersburg. Regina Junker und Kathrin Laule sind die guten Seelen des Tierheims Hoyersburg. Die beiden Frauen kümmern sich hauptamtlich um die zahlreichen Katzen und Hunde, die dort vorübergehend ein Zuhause gefunden haben und auf Vermittlung in liebevolle Hände warten. Ebenso eine junge Dame aus dem niedersächsischen Lübbow, die dreimal pro Woche für drei Stunden ins Domizil kommt, um ehrenamtlich mit anzupacken.

"Arbeit gibt\'s genug", weiß Tierschutzvereinschefin Bärbel Domke. Sie ist derzeit von Personalsorgen geplagt. "Regina Junker ist krankheitsbedingt ausgefallen", erzählt die Hansestädterin. Und nun sei Kathrin Laule als einzige Verantwortliche da. Die Mitarbeiterin komme kaum noch hinterher, schlägt Bärbel Domke Alarm. Fast jeden Tag fährt sie nachmittags nach Hoyersburg, um zu helfen, wo zu helfen ist. Unterstützung erhält die Vorsitzende von Schatzmeisterin Erika Lahmann, die die Stubentiger - derzeit 30 an der Zahl - umsorgt. Außerdem warten 20 Hunde auf ihr Futter, die obligatorische Gassirunde und die eine oder andere Streicheleinheit. Zudem seien viele Hansestädter nach wie vor zurückhaltend, einen möglicherweise schon erzogenen Hund aus dem Tierheim zu übernehmen, meint Bärbel Domke. Wohl auch wegen der jüngst erhöhten Hundesteuer (wir berichteten). Stattdessen würden viele auf Welpen, teilweise aus dubiosen Vermehrungen, zurückgreifen, ohne die Folgekosten zu bedenken. Bei all der Arbeit erinnert die Vereinsvorsitzende an die dringend notwendige Katzenkastration - auch von Tieren, die Gartenanlagen bevölkern. "Wir haben Geräte, sie einzufangen", berichtet Bärbel Domke.

Der personelle Engpass wird vermutlich noch einige Wochen anhalten. Deshalb bleibt das Heim an den Osterfeiertagen (Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag) zu. Am Ostersonnabend schließen die Türen um 12 Uhr.

"Wir brauchen ehrenamtliche Unterstützung, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist", appelliert die Tierschützerin an Freiwillige, mit anzupacken. Sei es beim Fegen des Hofes, beim Verlegen neuer Platten oder beim Gassigehen. Interessenten melden sich bitte im Tierheim unter Telefon (0 39 01) 2 77 39 oder direkt bei Bärbel Domke unter (0 39 01) 42 29 93.

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