Nach der Premiere am 21. Juni lud Christian Pommerehne vom Verein Trustgaia die Bewohner des Luftkurortes und die Freunde des Arendsees zur zweiten Klang-Zeremonie auf die Seetribühne ein. 50 Zuschauer verfolgten das Schauspiel am Sonnabend.

Arendsee l "Schließen sie ihre Augen und lassen sie ihre Gedanken treiben", sagt Manfred Hauck zu Beginn der Zeremonie. Vor ihm sitzen 50 Männer und Frauen auf der Seetribühne und folgen seinen Worten. Während der grauhaarige Mann die Menschen mit auf eine gedankliche Reise nimmt, lässt seine Partnerin Brigitte Karras die vier großen Klangschalen der Reihe nach klingen. "Wir können die Moleküle im Wasser nicht nur mit dem Klang, sondern auch mit positiven Gedanken beeinflussen", erklärte Hauck zu Beginn der Zeremonie.

Die beiden Thüringer sind nun schon zum zweiten Mal in Arendsee gewesen und wollen den Menschen Alternativen im Leben näher bringen. Dies gelte insbesondere für die Reinigung des Sees.

Den Anstoß dafür gab Christian Pommerehne aus Neulingen. "Ich möchte nicht, dass man hier Chemie reinkippt", sagt der Mann mit den langen Haaren, der auch Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Arendsee ist. Er will mit seiner Aktion die geplante Variante mit einem Verfahren zur Phosphor- ausfällung auf chemischer Basis abwenden.

Dass die Klangtherapie funktioniert, davon ist er überzeugt und fühlt sich durch neueste Untersuchungen in seiner Meinung bestätigt. "Seit unserer ersten Zeremonie am 21. Juni hat sich das Seewasser verändert. Außerdem ist der See in diesem Jahr nicht aufgeblüht", sagt der Neulinger."

Rein physikalisch erklärt er sich die Wirkungsweise der ursprünglich aus Tibet stammenden Klangschalen folgendermaßen: Die durch die Schalen erzeugten Töne im Oberfrequenzbereich sorgen dafür, dass die Grundordnung der Moleküle wiederhergestellt wird. Das untermauert er mit den Erkenntnissen des Japaners Masaru Emoto.

Musik verändert laut Masaru Emoto Moleküle des Wassers

Der Wissenschaftler hatte im Jahr 1993 Bilder von gefrorenen Wassertropfen über das Mikroskop fotografiert und entdeckte dabei die unterschiedlichsten Ausformungen, je nach Herkunft der Wasserprobe. Er dehnte seine Untersuchungen zusammen mit seinem Laborteam aus und fotografierte eingefrorenes Wasser aus verschiedenen Naturgewässern und Leitungswasser aus aller Welt.

Dabei fand er heraus, dass die Moleküle auch durch verschiedene Einflüsse wie Musik verändert wurden. Seine Forschungsergebnisse hat der Japaner in verschiedenen Bücher veröffentlicht. Sein jüngsten Werk ist "Die Heilkraft des Wassers".

Das hat auch Traudi Starck aus Binde gelesen und ist von der Wirkung der Klangschalen überzeugt. Sie nahm mit ihrem Mann Jürgen an der zweiten Klang-Zeremonie teil und zeigte sich danach noch entspannter. "Auch wir Menschen bestehen aus Wasser und werden deshalb ebenfalls vom Klang beeinflusst", sagt Christian Pommerehne. Die beiden Protagonisten Hauck und Karras kennt der Wahlaltmärker seit sechs Jahren.

Er will den Menschen nichts aufzwingen, sondern lediglich Alternativen zu bestehenden Methoden aufzeigen. Mit der Resonanz am Sonnabend war er zufrieden.

So sah es anfangs nach keiner trockenen Zeremonie aus. Doch pünktlich zum Start verzogen sich die Wolken und die Sonne begleitete die Klangschalenaktion der beiden Thüringer schließlich doch noch bis zum Ende.

Auch wenn am Sonnabend nur etwa 50 Zuhörer der Zeremonie beiwohnten, wollen Pommerehne und seine Mitstreiter vom Verein Trustgaia weitermachen. Die nächste Klangschalenzeremonie könnte im Frühjahr stattfinden und soll zwei- bis dreimal im Jahr 2013 wiederholt werden.

Klangschalen als Attraktion für den Tourismus nutzen

Neben dem Heilungsaspekt würden Veranstaltungen wie diese auch einen touristischen Effekt haben, ist der Neulinger überzeugt und plant weitere Aktionen.