Brumby (fm) l Runter vom Gas. Das fordern Brumbyer Bürger von den Kraftfahrern, die ihren Ort durchfahren. Zwar ist auf der Hauptstraße des zu Staßfurt gehörenden Dorfes größtenteile eine 30-Zone ausgeschildert, nicht aber auf einem Teilstück Richtung Autobahn. Auf diesen etwa 300 Metern donnern vor allem Lkw-Fahrer mit Geschwindigkeiten bis 80 Stundenkilometern entlang, beklagen Anwohner. Die Bürgerinitiative Brumby, die seit Jahren für eine Ortsumgehung kämpft, hat diesbezüglich interveniert. Hartmut Rüger informierte darüber auf der Sitzung des jüngsten Wirtschaftsausschusses des Salzlandkreises. "Wir wollen die Situation vor allem für die hier wohnenden betagten Bürger verbessern", sagte er. Besonders brisant sei die Situation, weil es auf der südlichen Seite der Straße keinen Bürgersteig gebe. Der sollte zwar angelegt werden, aber Staßfurt habe kein Geld dafür, merkte Rüger an. Er sagte: "Wir wollen 30, damit Kraftfahrer wenigstens 50 fahren."

"Die älteren Leute werden von der Straße gefegt."

Johann Hauser

Auch Kreistagsmitglied Johann Hauser (FDP) kennt die Situation vor Ort und schätzt kritisch ein: "Da besteht ja die Gefahr, dass ältere Leute von der Straße gefegt werden." Es bestehe Handlungsbedarf. Sein Vorschlag: Eventuell das Ortseingangsschild Richtung A 14 versetzen.

Die Bürgerinitiative stellte im Namen der betroffenen Bürger einen entsprechenden Antrag beim zuständigen Fachdienst in Bernburg. Doch eine 30-Zone um 300 Meter zu erweitern, ist in Deutschland nicht so einfach. Rüger berichtete vom Schriftverkehr und von Telefonaten mit dem Landesverwaltungsamt, dem Fachdienst Straßenverkehr des Salzlandkreises und der Landesstraßenbaubehörde.

Ja, es gab sogar schon einen Ortstermin und den Vorschlag, vor dem Ort eine 70-Zone auszuschildern. "Wir waren zuversichtlich", so Rüger. Doch getan hat sich bisher nichts. Ein weiterer Vor-Ort-Termin sei für nächste Woche angesetzt. Ausschussvorsitzender Gunnar Schellenberger (CDU) sagte dazu: "Es werden da mehrere Varianten geprüft werden. Ich kann der Bürgerinitiative versprechen, dass wir dran bleiben und informieren."