Sachsendorf l Wenn eine Menge Feuerwehrleute Aufstellung nehmen, ist das immer ein imposantes Bild. Für eine feierliche Eröffnung eines Jubiläums ist dies auf jeden Fall die würdige Umrahmung. "Eigentlich wären wir ja schon im vorigen Jahr dran gewesen, aber da zu dieser Zeit das Hochwasser war, haben wir das Fest verschoben", erklärte Ortswehrleiter René Sablottny. So wurde halt ein Jahr später gefeiert, was der Stimmung sicherlich keinen Abbruch tat.

Der Feuerwehrwettkampf Löschangriff Nass hat in Sachsendorf Tradition, und so fand er natürlich auch zum Jubiläum statt, nachdem die Gastwehren ihre Glückwünsche überbracht hatten. Als erste durfte die Kinderfeuerwehr Groß Rosenburg an den Start. "Alle Kinder waren mit eingebunden, einer sogar als Starter", berichtete Sablottny. "Jeder war mit vollem Einsatz dabei, das sah richtig goldig aus."

Als kleines Schmankerl wurde sogar eine Kübelspritze mit eingebaut, um die Zuschauer ein wenig nass zu spritzen. "Ein großes Dankeschön an den Leiter der Kinderfeuerwehr, Olaf Schneider, für diese Vorführung", freute sich der Sachsendorfer Wehrleiter. Im Anschluss zeigte die Jugenfeuerwehr aus Groß Rosenburg ihr Geschick.

Die Erwachsenen kämpften in zwei Wertungsläufen um die Plätze und zeigten spannenden Feuerwehrsport. Am Ende belegten die Gastgeber den ersten Platz vor der Männermannschaft aus Groß Rosenburg, den "Fireangels" aus Groß Rosenburg und der Feuerwehr Zuchau. Ebenfalls dabei waren die befreundeten Kameraden aus Dornbock, die aber nicht in die Wertung eingingen. Für den besten Überblick über das Geschehen sorgte indes die Feuerwehr Aken, die eine Drehleiter zur Verfügung stellte und den Besuchern damit die Möglichkeit gab, den Blick aus der Höhe zu genießen.

Nach dem Wettkampf wurde noch lange zusammengesessen und das Jubiläum gefeiert. Dank den Sponsoren, den beteiligten Feuerwehren, den Frauen der Kameraden und allen Gästen wurde es ein rundum gelungenes Fest. Für weitere Höhepunkte sorgten der Auftritt der Linedance-Gruppe aus Calbe sowie eine Vorführung der Feuerwehr Schwarz, die die Rettung einer verletzten Person nach einem Verkehrsunfall simulierte.

In seiner Festrede lobte Wehrleiter Sablottny seine Kameraden: "Ich bin im Moment absolut überwältigt, was für ein Zusammenhalt bei den Feuerwehren besteht. Das zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Nur zusammen können wir etwas erreichen."

Der Sachsendorfer Ortswehr gehören derzeit 15 aktive Mitglieder an, die geforderte Mindeststärke liegt jedoch bei 18, so dass der Wehrleiter einen dringenden Appell an die Gäste schickte. "Es wird eine Feuerwehr im Ort gebraucht. Es geht um die Sicherheit aller in der Gemeinde lebenden Einwohner." Ausdrücklich lobte Sablotty die Zusammenarbeit mit der Stadt Barby als Träger der Feuerwehr, die sich bemühe, die Wehren so gut wie möglich auszustatten. Als nächstes steht in Sachsendorf die Sanierung des Schulungsraums und der Fassade an, die durch das Hochwasser geschädigt wurden.

Im Rahmen des Jubiläums überreichte Amtsleiterin Karin Knopf auch die Fluthelfernadeln an die Sachsendorfer Kameraden.

   

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