Geflügelzüchter aus Eggersdorf haben jetzt ihre Hähne gegeneinander krähen lassen.

Von Klaus Dieter Schmidt

Eggersdorf l Wer am häufigsten kräht, gewinnt! Das Prinzip des Hähnekrähens ist so einfach wie unterhaltsam. Der silberfarbig gebänderter Zwerg-Wyandotten-Hahn von Joachim Jäschke aus Eggersdorf ist in dieser Hinsicht ein echter "Plapperschnabel". Beim traditionellen Hähnekrähen des Eggersdorfer Rassegeflügelzuchtverein 1936 nützte das lose Mundwerk des Tieres Züchter und Federvieh. Beide errungen den ersten Platz. 194 Mal in einer Stunde Wertungszeit krähte der Hahn. Die Experten sprechen von "Anschlägen."

Den zweiten Platz belegte Marcus Tacke, dessen Hahn der Rasse Zwerg-Amrocks 141 Mal krähte. Mit 115 Anschlägen wurde der silberfarbig gestreifte Wyandotten-Hahn von Siegfried Klus mit dem dritten Platz belohnt. Vier Hähne zogen es hingegen vor, am Wettbewerbsmorgen nicht einen einzigen Ton von sich zu geben und begnügten sich mit einem Trostpreis.

Insgesamt stellten sich 31 Hähne von 22 Zuchtfreunden den Kampfrichtern, die eine Stunde lang die Anschläge zählten und dokumentierten. Keine leichte Aufgabe bei den fleißigen Hähnen. Das Hähnekrähen hat Tradition: Seit mehr als 30 Jahren lassen die Züchter vom Eggersdorfer Zuchtverein 1936 ein Mal im Jahr ihre Hähne gegeneinander krähen, um den größten "Schreihals" zu ermitteln. Dabei geht es um die Gemeinschaft der Ehrenamtlichen. Vereinsvorsitzender Jens Hamel sagt: "Spaß in der Geflügelzucht wird vermittelt, Erfahrungen ausgetauscht - alles in geselliger Runde." Es gehe ausnahmsweise mal nicht um das Aussehen der Tiere oder die Legeleistung der Hennen.

Nach der Wertungsstunde im Krähen ließ der Verein den Wettkampfvormittag noch gemütlich ausklingen.

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