Zens/Schönebeck (dw) l Der 3. Juli war ein ganz besonderer Tag im Berufsleben von Dagmar Scholz. Die Schüler ihrer Klasse 12/1 im Schönebecker Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium erhielten ihre Abiturzeugnisse. Eigentlich Alltag im Lehrerleben - nicht aber bei diesem Jahrgang und diesmal auch nicht für Dagmar Scholz. Die 12/1 war die letzte Klasse, die von der Pädagogin als Tutorin zum Schulabschluss geführt wurde. Am 18. Juli hatte Dagmar Scholz ihren letzten Arbeitstag am Gymnasium, sie wurde in den Ruhestand verabschiedet. Seit der Wende hat sie im gymnasialen Bereich gearbeitet.

Viele der Schüler aus der Abschlussklasse kennt Dagmar Scholz seit der siebten Klasse. Je näher für ihre Schützlinge in den letzten Monaten die Prüfungszeit heranrückte, je näher kam auch das Ende der Lehrertätigkeit. "Es gab immer wieder Momente, in denen ich darüber nachgedacht habe und nicht so richtig wusste, was da kommt", gibt die 61-Jährige zu, die Mathematik, Chemie und Informatik unterrichtet hat.

Jetzt aber, da sie das Lehrerzimmer hinter sich lässt, zeigt sich Dagmar Scholz richtig zufrieden. "Ein neuer Lebensabschnitt beginnt und ich freue mich richtig darauf." Denn endlich finde sie viel Zeit, den eigenen Hobbys ganz intensiv nachgehen zu können. Da steht ganz am Anfang das Lesen. "Ich habe mir schon einige Bücher vorgenommen", sagt Dagmar Scholz. Dabei gebe es viele literarische Genres, die sie interessierten. Die Ruheständlerin freut sich auch darauf zu reisen. Sie war schon viel unterwegs, sagt Dagmar Scholz, die in Zens lebt, doch es gebe auch noch Traumziele. Und schließlich lebe sie in einem schönen Haus mit einem großen Garten. "Da gibt es immer Arbeit", sagt die 61-Jährige.

Den Namen Dagmar Scholz kennen aber nicht nur Schüler. Auch vielen Bördeländern dürfte er ein Begriff sein. Denn die Zenserin ist schon über viele Jahre in der Kommunalpolitik aktiv. Sie ist auch in der neuen Wahlperiode, die im Mai begann, wieder in den Ortschaftsrat gewählt worden. Das Gremium hat sie auch zur ersten Vertreterin des Ortsbürgermeisters Frank Ahrend ernannt. "Ich freue mich, dass ich das Vertrauen der Zenser genieße und dass ich noch dazu beitragen kann, den Ort als kleinsten der Gemeinde Bördeland mit zu entwickeln", sagt Dagmar Scholz.