Am kommenden Wochenende wird der flutsanierte Sportplatz von Breitenhagen wieder seiner Bestimmung übergeben. Den tipptopp gepflegten Rollrasen weihen die Organisatoren mit Fußballspielen ein.

Breitenhagen l Der Höhepunkt dürfte am Sonntag, 10. August, das Damengroßfeldfußballspiel Magdeburger FFC (2. Bundesliga) gegen den 1. FFC Erfurt (Oberliga) werden.

Ende vergangener Woche trafen sich neben Ortsbürgermeister Kurt Kotzur auch die Mitglieder des neu gewählten Ortschaftsrates, um sich über den Zustand der Sportanlage zu informieren. Gekommen waren Siegmar Natho, Eckard Stolpe, Christian Lorenz und Hans-Georg Buszkowiak. Frank Borowsky, der fünfte im Bunde, war verhindert. (Alle "Wir für Breitenhagen")

"Wir wollen aber dennoch den Finger immer wieder in die Wunde legen, wo es Not tut."

Die Runde der Breitenhagener Ortsvertreter hat sich komplett erneuert. Fast alle arbeiteten in weiter zurück liegenden Legislaturen schon mal in diesem Ehrenamt - aber nicht in der zuletzt abgelaufenen Wahlperiode. Darunter Eckard Stolpe, der sich besonders während der Evakuierungszeit in Zuchau Verdienste und Bürgervertrauen erwarb. Der neue Ortschaftsrat besteht im Wesentlichen aus den "Aktiven der Hochwasserzeit".

"Unsere Entscheidungsmöglichkeiten im Stadtrat der Einheitsgemeinde sind gelinde gesagt ziemlich begrenzt", schätzt Christian Lorenz ein. "Wir wollen aber dennoch den Finger immer wieder in die Wunde legen, wo es Not tut."

Und welche Wunden wären das?

"In erster Linie die Deiche", sagen die Vier fast aus einem Munde. So muss der Ringdeich saniert werden, der nach dem Damm am Schöpfwerk als zweiter brach. Er befindet sich in Baulastträgerschaft der Einheitsgemeinde Barby. "Nerven müssen wir die Verantwortlichen auch immer wieder, damit der Elbdeich am Schloßberg sicherer wird", fügt Hans-Georg Buszkowiak an. Der liege zwar in Verantwortung des LHW, dennoch habe die Stadt eine moralische Pflicht. Weiterhin brenne den Breitenhagenern der Zustand der Abflussgräben unter den Nägeln, die zum Teil verfüllt oder in schlechtem Zustand seien.

Sehr aufmerksam verfolgen die Ortschaftsräte die Entwicklung des versprochenen Neubaus eines Dorfgemeinschaftshauses. Ortsbürgermeister Kurt Kotzur machte aus seinem Herzen keine Mördergrube als er sagt: "Ich glaube nicht, dass das wie zugesagt im kommenden Jahr passiert."

Das "Theater" um den ersten Spatenstich des Feuerwehrgerätehauses lasse dies vermuten. Zur Erinnerung: Innenminister Stahlknecht wollte zur 775-Jahrfeier des Schifferdorfes Anfang Juli den ersten Spatenstich machen, was man zuvor stolz in allen Festprogrammen ankündigte. Der wurde jedoch einen Tag vorher abgeblasen, weil das Landesverwaltungsamt noch nicht entschieden hatte.

Doch zurück zu einem feierlichen Anlass, der aber wirklich stattfindet: Die Einweihung des Sportplatzes. Der wurde mit Rollrasen belegt, das es eine Freude ist, darüber zu laufen. Eine Beregnungsanlage sorgt für ein gutes Anwachsen, der Mähroboter hält den Rasen dauerhaft und gleichmäßig auf der gewünschten Mähhöhe. Elektrisch betrieben garantiert die Maschine durch den entstehenden Mulcheffekt eine natürliche und gesunde Düngung. Nach seinem Arbeitsgang fährt der Mäher zum Laden der Batterie in seine "Station, um anschließend seine Mäharbeit fortzusetzen. Eine Induktionsschleife sorgt dafür, dass das Gerät ausschließlich in dem ihm bestimmten Einsatzgebiet arbeitet.

Dementsprechend sieht der Top-Rasen auch aus. Er ist in einem optimalen Zustand, die Fußballer dürften am kommenden Wochenende begeistert sein.