Zu einem Tag der offenen Tür lud am Freitag die Schützengilde Hubertus Eggersdorf ein. Den Besuchern wurden nicht nur die Vereinsräume, sondern auch der moderne Schießstand gezeigt.

Eggersdorf l An der Öffentlichkeitsarbeit kann es nicht liegen. In regelmäßigen Abständen sind die Mitglieder der Schützengilde Hubertus Eggersdorf in der Volksstimme präsent. Außerdem luden sie am Freitag zu einem Tag der offenen Tür ein. Schon am kommenden Sonnabend wird das vereinsinterne Königsschießen ausgetragen.

Doch trotz allem haben die Mitglieder die gleichen Sorgen wie die Imker, die Feuerwehr oder anderen Gruppen im dörflichen Bereich: Es fehlt der Nachwuchs. Woran das liegt, können die Mitglieder der Schützengilde nur vermuten. Doch sie geben nicht auf und werben immer wieder für den Schießsport. Eine Mitgliedschaft kostet im Jahr 86 Euro. "Ich denke, das ist tragbar und bewegt sich im gleichen Rahmen wie bei anderen Vereinen", berichtet Vereinsvorsitzender Frank Lichtenfeld im Gespräch mit der Volksstimme am Tag der offenen Tür.

Mit derzeit 40 Mitgliedern ist der Verein in Eggersdorf derzeit "gut durchwachsen". Zweimal in der Woche findet Training statt. Stehen Meisterschaften auf dem Plan, treffen sich die Schützen auch häufiger.

Dennoch ist die Nachwuchsarbeit ein hartes Brot. Sechs Kinder und Jugendliche sind derzeit gemeldet. Der Jüngste ist der sechsjährige Marco, der mit seinen kurzen Armen am Laserstand das Gewehr umschlingen muss, um es festzuhalten. Zudem sitzt der Steppke auf einem Stuhl, ansonsten kann er gerade so über die Tischkante in Richtung Zielscheibe blicken. "Das macht mir hier Spaß", erklärt der Kleine aus Zens.

Insgesamt ist die Schützengilde Hubertus modern aufgestellt. Ein Tei der Seilzuganlage wurde gegen moderne Computertechnik eingetauscht: Von den sechs Luftgewehrständen sind vier mit elektronischen Häring-Trefferanzeigen ausgestattet. "Das ist für uns im Verein wirklich neu und erleichtert die Trainingsarbeit sehr", so Vereinsvorsitzender Lichtenfeld.

Zwar wird noch wie vor 100 Jahren auf die Zielscheibe mit dem Luftgewehr geschossen, doch von da an läuft alles elektronisch ab. Vier Sensoren messen den Treffereinschlag und geben diesen innerhalb von einer Sekunde über ein Steuerkabel an den Computer weiter. Dieser stellt im gleichen Moment auf einer nachgestellten Zielscheibe auf dem Monitor den Treffer dar. "Wir arbeiten jetzt noch daran, alle Rechner zu vernetzen", berichtet Frank Lichtenfeld.

Jetzt versuchen die Schützen Kontakte in die Schulen zu knüpfen. Das Schießen kann auch Teil des Sportunterrichtes sein. "Das Angebot steht zumindest. Wir sind offen für Klassen", so der Vereinsvorsitzende. Die Schützengilde hat eine sehr gut gepflegte Homepage. Dort sind alle Informatione über den Verein öffentlich zugänglich.

Schützengilde Hubertus im Internet: www.sgi-hubertus-eggersdorf.de