Schönebeck (fm) l Wenn die beiden Betriebsausschüsse Städtischer Bauhof und Kur- und Gesundheitsverwaltung tagen, sitzt auch jeweils ein Vertreter der Arbeitnehmer dieser beiden kommunalen Eigenbetreibe mit am Tisch. Am vergangenen Donnerstag sollten diese Beschäftigtenvertreter im und vom Stadtrat turnusmäßig neu bestimmt werden. Allerdings entwickelte sich diese Berufung eher zu einer Art Posse. Für jeden Ausschuss standen je zwei Bewerber zur Wahl, aber nur auf dem Papier. "Ich kann mich nicht zwischen links und rechts entscheiden", zuckte Stadtrat Udo Simon (Die Linke) angesichts der Vorlage auf seinem Tisch mit den Schultern. Er bat darum, dass sich die Bewerber doch bitte vorstellen. Doch die waren allesamt gar nicht anwesend. "Da muss ich die liebe Verwaltung kritisieren", sagte Stadtrat Torsten Pillat (CDU). "Wir hatten gefordert, dass eine Vorstellung erfolgen soll."

Oberbürgermeister Bert Knoblauch erklärte, dass da wohl irgendwas schief gelaufen sein muss. "Über unsere Betriebsleiter waren die Bewerber eingeladen", sagte er.

"Da können wir uns leider kein persönliches Urteil bilden", stellte Stadtratsvorsitzender Friedrich Harwig fest.

So wählte denn der Stadtrat als Gremium nach Gutdünken und entschied sich mehrheitlich je für die weibliche Variante. Als Beschäftigtenvertreter wird fortan Annett Maecker im Betriebsausschuss Städtischer Bauhof sitzen (beworben hatte sich auch Lutz Pahlisch). Susanne Hofmann bekam den Vorzug vor Ralf Schreiber für den Ausschuss Kur - und Gesundheitsverwaltung.