Die Zeit um Spätsommer und Herbst ist auch die Zeit der Weinlese. Deshalb lag es für den Museums- und Heimatverein der Lichtmessgemeinde Glinde nahe, zum Weinabend einzuladen.

Glinde l "Der Nebel steigt, es fällt das Laub. Schenk ein den Wein, den holden! Wir wollen uns den grauen Tag vergolden, ja vergolden!", heißt es im Gedicht "Oktoberlied", das Theodor Storm 1848 geschrieben hat.

Das dachten sich wohl auch die Mitglieder um Judy Weinhardt, Vorsitzende des Museums- und Heimatvereins Glinde. Sie hatten kürzlich im Lichtmessmuseum einen Weinabend organisiert. Dabei ging es äußerst kurzweilig zu, denn es gab nicht nur Köstliches für den Gaumen, sondern auch für die Ohren. Letzteres unter anderem von Manfred Fabian, der sich als der empfohlene Weinexperte des Abends vorstellte, gleich aber betonte, dass er "zum Glück" Internet habe und sich somit im Vorfeld belesen konnte. Ganz so genau solle man seine Worte an dem Abend nicht nehmen, "immerhin stehe ich in der Bütt", erklärte er, während er schmunzelnd auf das Deko-Weinfass blickte. Das war zum Stehpult oder eben zur Bütt umfunktioniert worden.

Und dann ging es ans Probieren: Riesling, Müller-Thurgau, Spätburgunder und Dornfelder - jeweils in trocken, halbtrocken und lieblich. Sozusagen für jeden das, was er gern mag. Und was er besonders mag, davon gab es nach der "offiziellen" Verkostung gern noch ein, zwei, drei ... Gläschen mehr.

Die Mitstreiter des Vereins hatten natürlich auch daran gedacht, dass es sich auf leeren Magen weder gut weinprobieren noch gemütlich beisammensitzen lässt. Sprich: Sie hatten allerlei Leckeres wie Zwiebelkuchen, Schmalzstullen, Zucchini-Feta-Quiche und mehr vorbereitet. An den schmuck gedeckten Tischen im herbstlich dekorierten Museum ließen es sich gut 30 Freunde von Wein und Geselligkeit gutgehen. Die zahlreichen Kerzen taten "im Tempel des Lichtes", wie Judy Weinhardt die Räumlichkeit nannte, ihr Übriges. Am Ende des Abends konnten sich die Organisatoren sicher sein: Die Premiere ist gelungen.

Doch lange ausruhen auf diesen Lorbeeren - das gibt es nicht. Die Mitstreiter des Vereins planen schon die nächste Veranstaltung: Zum Deutschen Vorlesetag am 21. November gibt es in Zusammenarbeit mit dem Bibliotheksverein ab 15.30 Uhr die Lesung "Waldmännchen", Teil 3 - auch eine Premiere. Natürlich ebenso im Lichtmessmuseum.

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